Die ProSiebenSat1-Aktie befindet sich seit Wochen im Höhenflug. Am Donnerstag legt das Papier des deutschen Fernseh- und Unterhaltungskonzerns um weitere fünf Prozent zu und klettert auf ein neues 12-Monatshoch. Was steckt hinter der Kursrallye von ProSiebenSat1?
MFE gewinnt den Poker
Es ist die Nachricht, dass nun endlich Klarheit über die zukünftigen Machtverhältnisse bei der Sendergruppe herrscht. Der Machtkampf zwischen dem tschechischen Investor PPF und der italienischen MediaForEurope-Gruppe ist entschieden – zugunsten der Italiener.
PPF hatte versucht, seine Beteiligung an ProSiebenSat1 auszubauen, um den Einfluss des italienischen Medienkonzerns einzudämmen. Doch die Aktionäre des deutschen Entertainment-Konzerns entschieden sich klar zugunsten von MFE. Deshalb entschied PPF nun, seinen kompletten 16%-Anteil an die Italiener zu verkaufen.
Damit kontrolliert die Medienholding aus Mailand knapp 60 Prozent der Stimmrechte von ProSiebenSat 1. Für die deutsche Sendergruppe ist das keine schlechte Nachricht, was auch die Entwicklung des Aktienkurses nahelegt.
MFE will sich vergrößern, um dem enormen Wettbewerbsdruck der großen amerikanischen Streaming-Konzerne Netflix, Amazon und Disney besser begegnen zu können. ProSiebenSat1 hätte alleine nicht den Hauch einer Chance gegen die drei Schwergewichten aus den USA gehabt.
Bleibt ProSiebenSat1 an der Börse?
Ob die Medienholding der italienischen Berlusconi-Familie die ProSiebenSat1-Aktie eines Tages von der Börse nehmen möchte, steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest. In den kommenden Tagen und Wochen dürfte die ProSiebenSat1-Aktie wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser übergehen.
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