ProSiebenSat.1 verkauft die glomex GmbH an die 3Q GmbH. Wie das Unternehmen am 21. Oktober mitteilte, wird der Abschluss der Transaktion für das erste Quartal 2027 erwartet. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Auch nach dem geplanten Verkauf soll ProSiebenSat.1 glomex weiterhin mit Inhalten beliefern und bei der Vermarktung unterstützen. Die angekündigte Transaktion sieht damit eine fortgesetzte Zusammenarbeit mit der bisherigen Tochter vor.
Die Aktie steigt heute um 0,4%. Seit Jahresanfang hat sie allerdings 35% verloren.
Gemeinsame Plattform soll Kosten senken
Neben dem Verkauf steht eine technische Vereinheitlichung des Streaming-Angebots auf dem Programm. Medienberichten zufolge kündigte CEO Marco Giordani am 21. Oktober auf den Medientagen München an, im ersten Quartal 2027 in allen fünf Ländern dieselbe Streaming-Plattform einsetzen zu wollen.
Als Vorteile nannte Giordani geringere Kosten, bessere Technik und zusätzliche Erlösmöglichkeiten. Damit betrifft die angekündigte Umstellung sowohl die technische Grundlage als auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Streaming-Geschäfts.
Angesichts der Konkurrenz internationaler Technologiekonzerne warb Giordani bei seinem Auftritt außerdem für mehr Zusammenarbeit zwischen Medienunternehmen. Medienberichten zufolge stellte er weitere Partnerschaften mit deutschen Unternehmen in Aussicht.
ZDF-Sendungen kommen im November auf Joyn
Eine bereits vereinbarte Kooperation mit dem ZDF sieht vor, ab November Sendungen aus dessen Mediathek kostenlos auf Joyn anzubieten. Medienberichten zufolge ergänzt dieses Angebot die ZDF-Livestreams, die auf der Plattform bereits verfügbar waren.
Die Veröffentlichung der nächsten Finanzberichte von ProSiebenSat.1 ist für den 9. November angekündigt.
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