Progressive Aktie: 11,12 Prozent Minus in 30 Tagen

Progressive verzeichnet Kursverluste nach Unwetterschäden im Juni. Analysten erwarten vom Investorentag Aufschluss über die operative Stabilität.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt unter 50-Tage-Linie
  • Juni-Schadenquote steigt auf 90 Prozent
  • Vertragswachstum von sieben Prozent
  • Juli-Zahlen Mitte August erwartet

Beim US-Versicherer Progressive richten sich heute alle Augen auf die operative Disziplin. Während das Management beim heutigen Investorentag die Strategie erläutert, steht die Aktie unter Druck. Zuletzt setzten schwere Unwetter dem Konzern im wichtigen Juni-Geschäft stärker zu als erwartet.

Wetterkapriolen belasten die Bilanz

Der Aktienkurs spiegelt die jüngste Verunsicherung wider. Aktuell notiert das Papier bei 179,90 Euro. Das entspricht einem Rückgang von 11,12 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage. Damit rutschte der Kurs unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 184,61 Euro.

Dabei lieferte das zweite Quartal zunächst positive Impulse. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 4,86 US-Dollar die Erwartungen der Analysten deutlich. Aber die isolierten Daten für den Monat Juni trübten das Bild. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote stieg dort auf 90,0 Prozent — eine Verschlechterung zum Vorjahr.

Fokus auf Profitabilität

Vor allem Katastrophenschäden durch extreme Wetterereignisse verursachten diesen Anstieg. Diese Belastungen drückten den Nettogewinn im Juni auf 779 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Progressive noch 1,12 Milliarden US-Dollar verdient.

Dennoch wächst die Basis des Versicherers stabil. Die Zahl der Verträge kletterte im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent. Insgesamt betreut der Konzern nun mehr als 40 Millionen Policen. Beim heutigen Termin muss der Vorstand beweisen, dass er die steigenden Reparaturkosten trotz der Schadensinflation im Griff behält.

Die nächste wichtige Wegmarke folgt bereits in Kürze. Mitte August veröffentlicht Progressive die monatlichen Ergebnisse für den Juli. Marktbeobachter achten dann darauf, ob sich die Margen nach dem turbulenten Juni wieder stabilisieren konnten.

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