Primary Health Properties Aktie: Gewinn steigt um 9 Prozent

Primary Health Properties steigert Gewinn je Aktie um 9 Prozent und bestätigt die Dividende. Die Assura-Integration zeigt Fortschritte, Analysten heben das Kursziel an.

Auf einen Blick:
  • Gewinn je Aktie steigt um 9 Prozent
  • Dividende von 7,3 Pence bestätigt
  • Assura-Integration schreitet zügig voran
  • Berenberg erhöht Kursziel auf 133 Pence

Der auf medizinische Immobilien spezialisierte Investor Primary Health Properties (PHP) hat mit der Vorlage seiner jüngsten Geschäftszahlen seine Position am Markt gefestigt.

Das Unternehmen verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Anstieg des bereinigten Gewinns pro Aktie um 9 Prozent auf 3,8 Pence. Dieser Zuwachs basiert maßgeblich auf dem ganzjährigen Beitrag aus der Übernahme von Assura, organischem Mietwachstum sowie erfolgreich realisierten Synergieeffekten.

Besonders für einkommensfokussierte Anleger bleibt die Kontinuität gewahrt: Das Unternehmen bestätigte für das laufende Jahr eine Dividende von 7,3 Pence je Aktie, was das 30. Jahr in Folge mit einem Dividendenwachstum markiert. Am 14. August erfolgte bereits die Auszahlung einer Quartalsdividende in Höhe von 0,018 Pfund pro Anteilschein.

Integration der Assura-Übernahme zeigt Wirkung

Die operative Zusammenführung mit Assura ist laut Unternehmensangaben weitgehend abgeschlossen. Über 90 Prozent der angestrebten jährlichen Kostensynergien in Höhe von 9 Millionen Pfund wurden bereits realisiert. Dies stützt das bereinigte Ergebnis, das im Berichtszeitraum bei 98 Millionen Pfund lag.

Parallel dazu trieb das Management das organische Wachstum im Bestand voran. Durch Mietanpassungen konnte eine Steigerung der Einnahmen um 6 Prozent erzielt werden, was einer annualisierten Wachstumsrate von 3,2 Prozent entspricht. Zudem wurden 29 Transaktionen im Bereich des Asset-Managements durchgeführt, die eine Kostenrendite von etwa 6 Prozent aufweisen.

An der Börse reagierte das Papier zuletzt stabil. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 1,13 €, womit sie einen knappen Abstand von 0,8 Prozent über ihrem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 1,12 € hält. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 1,26 €, das am 10. August erreicht wurde, bedeutet der aktuelle Kurs ein Minus von 10 Prozent.

Stabiles Portfolio und strategische Neuausrichtung

Das Portfolio zeichnet sich durch eine hohe Krisenresistenz aus. Die Vermietungsquote liegt bei 99 Prozent, während die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge zehn Jahre beträgt. Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor für Investoren ist der Umstand, dass 76 Prozent der Mieteinnahmen direkt oder indirekt staatlich besichert sind.

Um die Bilanz weiter zu optimieren, leitete das Management im Juli eine umfassende Refinanzierung in Höhe von 1,2 Milliarden Pfund ein. Diese umfasst eine revolvierende Kreditfazilität über 800 Millionen Pfund sowie ein befristetes Darlehen über 400 Millionen Pfund.

Durch diese Maßnahmen konnte die Kreditmarge um etwa 40 Basispunkte gesenkt werden. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten liegen derzeit bei rund 3,8 Prozent und sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 weiter in Richtung 3,5 Prozent sinken.

Strategisch prüft das Unternehmen zudem den Aufbau eines neuen Joint Ventures, das sich auf das Portfolio von Privatkliniken konzentrieren soll. Erste fortgeschrittene Gespräche mit einem potenziellen Investmentpartner wurden bereits bestätigt. Dieses Vorhaben ist Teil einer strategischen Überprüfung mit dem Ziel, den langfristigen Wert für die Aktionäre zu steigern.

Analysten heben das Kursziel für PHP an

Die operativen Fortschritte und die solide Finanzierung stießen bei Analysten auf positive Resonanz. Die Berenberg Bank hob am 8. August ihr Kursziel für die Aktie von 128 auf 133 Pence an und bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Auch die Analysten der Deutschen Bank blieben in ihrer Einschätzung vom 31. Juli bei einer Einstufung als Kaufwert mit einem Kursziel von 115 Pence.

Um den Dialog mit den Anteilseignern zu vertiefen, führten CEO Mark Davies und CFO Richard Howell am 11. August eine Präsentation der Zwischenergebnisse für Privatanleger durch. Dabei betonten sie die Bedeutung von Transparenz und Aktionärsbeteiligung für die künftige Entwicklung des Unternehmens. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 2,85 Milliarden € bleibt PHP einer der gewichtigen Akteure im Sektor der Gesundheitsimmobilien.

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