Porsche zieht die Modellstrategie weiter in Richtung Stromer. Der Konzern will die Produktion des aktuellen Macan mit Verbrennungsmotor Mitte 2026 einstellen. Das ist mehr als ein technischer Schritt. Es zeigt, wie konsequent der Sportwagenbauer seine Palette auf Elektromobilität ausrichtet.
Der Macan bleibt gefragt
Spannend ist der Zeitpunkt. Trotz des geplanten Auslaufens läuft der Verbrenner-Macan vor allem in den USA weiter gut. Dort wurden zuletzt rund 27.000 Fahrzeuge verkauft. Parallel dazu entfielen im vergangenen Jahr bereits 54 Prozent der Macan-Verkäufe auf die Elektroversion.
Ein Nachfolgemodell mit Verbrennungsmotor wird erst ab 2028 erwartet. Damit entsteht im wichtigen SUV-Segment eine Lücke, die Porsche über mehrere Jahre mit der Elektrovariante überbrücken muss.
Zahlen zeigen den Druck
An der Börse kam die Nachricht verhalten an. Die Aktie notiert am Freitag bei 46,65 Euro und liegt damit leicht unter dem Vortag. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 9,87 Prozent, über 30 Tage sind es 8,29 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt 3,56 Prozent, der Kurs liegt aber deutlich über dem Tief vom März.
Auch die Quartalszahlen zeigen ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz auf 8,40 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie fiel auf 0,44 Euro nach 0,57 Euro im Vorjahr. RBC hat nach den Zahlen die Prognosen angehoben, was auf eine differenzierte Einschätzung der Lage hindeutet.
Für Porsche bleibt die Frage nicht, ob die Elektrifizierung kommt, sondern wie gut das Unternehmen die Übergangsphase im Kerngeschäft managt. Genau dort entscheidet sich, ob der Macan-Wechsel als sauberer Strategiewechsel oder als Absatzrisiko in Erinnerung bleibt.
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