Porsche muss sparen. Und zwar massiv. Der Sportwagenhersteller plant laut Medienberichten den Abbau von bis zu 4.000 weiteren Stellen – zusätzlich zu den bereits laufenden Kürzungen.
Das überrascht kaum. Die Nachfrage in China schwächelt, der Kostendruck steigt. Und Porsche reagiert mit einem harten Schnitt. Der Fokus liegt vor allem auf Management und Verwaltung. Auch der Entwicklungsstandort Weissach soll seine Kapazitäten um rund 30 Prozent prüfen.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte die genannte Zahl von 4.000 Stellen nicht, sprach aber von einem umfassenden „Zukunftspaket“. Es soll bis Ende Juli finalisiert werden. Bisher war der Abbau von rund 1.900 Stellen bis 2029 bekannt. Hinzu kommen ausgelaufene befristete Verträge und geschlossene Tochterfirmen.
UBS bleibt zuversichtlich
Trotz der harten Einschnitte reagierte der Markt positiv. Analysten der UBS stufen Porsche als einen der Top-Performer im europäischen Autosektor für das zweite Quartal ein. Ihre Prognose: eine bereinigte Marge von rund 10 Prozent – inklusive Restrukturierungskosten von etwa 250 Millionen Euro.
Der freie Cashflow soll bei rund 0,5 Milliarden Euro liegen. Langfristig zeigen sich die Analysten optimistisch. Für 2026 erwarten sie eine Marge um 7 Prozent. Durch die Sparmaßnahmen könnte sie 2030 auf 13 Prozent steigen. Weitere Details zum langfristigen Kurs gibt es beim Capital Markets Day im Oktober.
Parallel zum Stellenabbau plant Porsche eine Produktionsverlagerung. Der Cayenne – inklusive Elektroversion – soll von Bratislava nach Leipzig kommen. Das Ziel: die Auslastung des Werks sichern. Voraussetzung sind Zugeständnisse der Arbeitnehmerseite bei den Lohnkosten.
Die Aktie notiert am Montag bei 46,92 Euro – ein Plus von 1,6 Prozent. In der vergangenen Woche legte das Papier bereits knapp zehn Prozent zu. Die offiziellen Quartalszahlen werden am 29. Juli erwartet. Bis dahin bleibt das Zukunftspaket des Managements der entscheidende Kurstreiber.
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