Der einstige Rendite-König des Volkswagen-Konzerns hat eine beispiellose Vollbremsung hingelegt. Ein fast vollständiger Gewinneinbruch zwingt das Management nun zu einer schmerzhaften Abkehr von der bisherigen Elektro-Strategie. Während Verbrennermotoren plötzlich wieder in den Fokus rücken, müssen Aktionäre eine drastische Dividendenkürzung verdauen.
Verantwortlich für das finanzielle Desaster im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 sind massive Sonderbelastungen in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro. Der operative Konzerngewinn schmolz um 93 Prozent auf 413 Millionen Euro ab. Besonders deutlich zeigt sich die Lage im reinen Automobilgeschäft: Die einst branchenführende Umsatzrendite kollabierte von 14,5 auf magere 0,3 Prozent. An der Börse quittieren Anleger diese Entwicklung mit einem unerbittlichen Ausverkauf, der den Kurs mit 36,51 Euro exakt auf das neue 52-Wochen-Tief gedrückt hat.
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Teure Abkehr von der Elektro-Strategie
Hinter dem Margenverfall verbirgt sich eine handfeste Absatzkrise, primär im wichtigen chinesischen Markt. Lokale Konkurrenten setzen europäische Hersteller bei Elektrofahrzeugen technologisch und preislich massiv unter Druck. Die Konsequenz: Die Auslieferungen des elektrischen Aushängeschilds Taycan brachen im Jahresvergleich um 22 Prozent ein.
Das Management zieht nun die Konsequenzen und verschiebt geplante Elektro-Plattformen. Stattdessen verlängert der Stuttgarter Autobauer die Lebenszyklen seiner Verbrenner- und Hybridmodelle. Dieser strategische U-turn zog Milliardenabschreibungen auf bereits getätigte Entwicklungs- und Batterie-Investitionen nach sich, da beispielsweise der eigenständige Ausbau der Cellforce-Batterieproduktion gestoppt wurde.
Harter Sanierungskurs unter neuer Führung
Die Aufgabe, den Sportwagenbauer wieder auf Kurs zu bringen, liegt nun bei Michael Leiters. Der neue CEO, der erst zum Jahreswechsel 2026 das Steuer übernahm, plant weitreichende Einschnitte, von denen rund 3.900 Stellen betroffen sind. Eine schnelle Rückkehr zu alter Stärke schließt der Vorstand aus. Für das laufende Jahr rechnet das Management lediglich mit einer operativen Konzernumsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent, da weitere Rekalibrierungsmaßnahmen das Ergebnis im hohen dreistelligen Millionenbereich belasten werden.
Die anstehende Hauptversammlung wird die neue Realität mit einer auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie halbierten Dividende formell besiegeln. Bis die von Leiters ausgerufene Strategie 2035 greift und geplante, margenstärkere Modelle oberhalb des Cayenne erste finanzielle Erfolge liefern, müssen sich Investoren auf eine anhaltend schwierige Übergangsphase bei schwacher Profitabilität einstellen.
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