Ein autonomes Taxi in Luxemburg bestellen? Das könnte bald Realität werden. Pony AI startet gemeinsam mit Bolt und Stellantis einen Pilotbetrieb im Großherzogtum. Das Ziel: die Gen-7-Technologie des chinesischen Unternehmens im europäischen Straßenverkehr zu validieren.
Doch die Aktie zeigt eine andere Geschichte. Am Freitag schloss das Papier bei 7,07 Euro — ein Minus von 1,26 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 5,61 Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Titel sogar 48,39 Prozent eingebüßt.
Test unter realen Bedingungen
Das Programm prüft Sicherheit und Regeleinhaltung von Pony AIs selbstfahrenden Fahrzeugen der siebten Generation. Luxemburg gilt als regulatorisch offen für solche Tests. Die drei Partner teilen sich die Aufgaben klar auf: Pony AI liefert seine autonome Software und Betriebserfahrung. Bolt steuert seine Ride-Hailing-Plattform bei. Stellantis stellt die L4-Ready-Fahrzeugplattformen.
Am Ende des Pilotprojekts soll die Technologie fahrerlos einsatzbereit sein. Ein ehrgeiziger Zeitplan.
Europa als nächster Schritt
Pony AI sieht den Pilot als strategischen Vorstoß in den europäischen Markt. Luxemburg sei ideal, weil das Land Innovation und Regulierung gut vereinbare. Gelingt der Test, könnte dies der Auftakt für einen breiteren Rollout von autonomen Mobilitätsdiensten in Europa sein.
An der Börse blieb die Nachricht bislang ohne positive Wirkung. Der Aktienkurs liegt 65,68 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 20,60 Euro. Das 52-Wochen-Tief von 6,87 Euro ist dagegen nur 2,91 Prozent entfernt. Auch unter den gleitenden Durchschnitten notiert die Aktie deutlich. Der 50-Tage-Schnitt bei 8,27 Euro liegt 14,53 Prozent über dem aktuellen Kurs. Der 200-Tage-Durchschnitt von 12,06 Euro sogar 41,37 Prozent.
Der RSI von 37,7 signalisiert leichte Unterkühlung. Gemessen an der Volatilität von 62,58 Prozent bleibt das Papier ein hochriskantes Investment. Der Luxemburg-Pilot muss liefern, damit aus der Technologie-Begeisterung am Ende auch Kursfantasie wird.
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