POET Technologies: Citadel baut Position auf 10,1 Millionen Aktien

Citadel und Jane Street investieren in POET Technologies. Ein 50-Millionen-Dollar-Rahmenvertrag und frische Milliarden-Kasse stützen die KI-Infrastruktur-Pläne.

Auf einen Blick:
  • Citadel und Jane Street investieren
  • Rahmenvertrag über 50 Millionen Dollar
  • Kapitalerhöhung spült 400 Millionen ein
  • Aktie 67 Prozent unter Höchststand

Wall-Street-Schwergewichte setzen auf POET Technologies. Während der Kurs deutlich korrigiert, sichern sich Branchenriesen wie Citadel signifikante Anteile. Die Wette gilt der optischen Vernetzung von KI-Rechenzentren.

Wall-Street-Größen sichern sich Anteile

Citadel und Jane Street sind nun offiziell an Bord. Die Gesellschaften um Ken Griffin halten laut aktuellen Meldungen rund 10,1 Millionen Aktien. Das entspricht einem Anteil von über fünf Prozent am Unternehmen. Kurz zuvor meldete Jane Street bereits eine Position von 6,8 Prozent.

Solche Engagements professioneller Marktmacher gelten als Validierung der Technologie. POET fokussiert sich auf optische Schnittstellen für 800G- und 1,6T-Systeme. Diese Hardware ist für moderne KI-Datenzentren unverzichtbar.

Großauftrag und Kapitalpolster

Operativ hat das Unternehmen den nächsten Gang eingelegt. Ein Rahmenvertrag mit Lumilens sieht initiale Käufe im Wert von 50 Millionen Dollar vor. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte dieses Volumen über fünf Jahre auf eine halbe Milliarde Dollar steigen. Das Ziel: Die Produktion von KI-Infrastruktur deutlich günstiger und schneller zu machen.

Die Finanzierung dieses Wachstums scheint vorerst gesichert. Eine massive Kapitalerhöhung im Mai spülte brutto 400 Millionen Dollar in die Kassen. Damit verschiebt sich der Fokus von Liquiditätsfragen hin zur industriellen Skalierung.

Hürden auf dem Weg zur Kommerzialisierung

An der Börse zeigt sich dennoch Nervosität. Die Aktie notiert aktuell rund 67 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 18,84 Euro. Neben der Kurskorrektur belasten rechtliche Themen. Eine Sammelklage wegen steuerlicher Einstufungen sorgt für Unruhe. Der Vorstand will deshalb den Unternehmenssitz in die USA verlegen, um steuerliche Hürden für US-Anleger zu minimieren.

Im August 2026 liefert das Management das nächste Update zum operativen Geschäft. Dann stehen Details zum Produktionshochlauf in Malaysia im Mittelpunkt. Parallel dazu läuft die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Finanzchef Thomas Mika.

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