Es gibt Interviews, die man besser nicht gibt. Thomas Mika, CFO von POET Technologies, gab eines davon. In einem Gespräch mit Stocktwits letzte Woche bestätigte er öffentlich, dass Marvell Technology eine Bestellung bei POET aufgegeben habe, verknüpft mit der Celestial-AI-Übernahme. „Wir haben einen Kaufauftrag von ihnen, gegen den wir liefern werden, und wir beabsichtigen, diese Beziehung fortzuführen und auszubauen“, sagte Mika. Die Aktie surfte auf dieser Neuigkeit, Anleger freuten sich über die Verbindung zum Marvell-Nvidia-Ökosystem.
Dann kam der Montag
POET Technologies gab am Montag bekannt, dass Marvell den Vertrag gekündigt hat. Begründung laut POET-Mitteilung: Das Unternehmen habe Informationen zur Bestellung sowie Versanddaten entgegen seinen Vertraulichkeitspflichten offengelegt. Sprich: Mika hatte zu viel geredet. Die Aktie rauschte daraufhin um knapp 46 Prozent nach unten.
Marvell selbst verlor im Zuge der Meldung rund 5 Prozent.
POET Technologies Inc. Aktie Chart
Kurz vorher noch gefeiert
Das Timing macht die Sache besonders bitter. Der Kurseinbruch folgte nur wenige Tage nach einem satten Anstieg, ausgelöst eben durch jene Spekulationen rund um Marvell und Nvidia, die Mika mit seinem Interview befeuert hatte. Was als Vertrauensbeweis gedacht war, endete als Kündigungsgrund.
POET bleibt optimistisch, natürlich
Das Unternehmen teilte mit, man bleibe fokussiert auf die Umsetzung der eigenen Prioritäten und die Weiterentwicklung von Produkten für den KI- und optischen Netzwerkmarkt. Mika hatte im selben Interview noch gesagt: „Manchmal hört man von großen Unternehmen, manchmal nicht. Wir erwarten, von mindestens einem zurückzuhören.“ Marvell hat sich zurückgemeldet. Nur anders als erhofft.
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