POET Technologies füllt die Kriegskasse bis zum Rand. Mit einer Kapitalerhöhung von rund 400 Millionen US-Dollar rüstet sich der Spezialist für optische Chips für den Boom im KI-Sektor. Das frische Geld soll die Produktionskapazitäten massiv ausbauen und gezielte Übernahmen ermöglichen.
Der Abschluss der Direktplatzierung brachte Mitte Mai gut 19 Millionen neue Aktien auf den Markt. Investoren zahlten 21 US-Dollar je Anteilsschein. Oben drauf gab es Optionsscheine, die in den kommenden drei Jahren zu einem Kurs von 26,25 US-Dollar eingelöst werden können. Das Management will mit den Erlösen die eigene Forschung antreiben und die Infrastruktur für die Fertigung hochskalieren.
Großauftrag trifft auf rote Zahlen
Flankiert wird die Kapitalmaßnahme von einem strategischen Meilenstein. Lumilens platzierte kürzlich einen ersten Auftrag über 50 Millionen US-Dollar für optische Bauteile. Über die nächsten Jahre birgt die Kooperation ein gewaltiges Umsatzpotenzial. POET gewährt dem Partner im Gegenzug erfolgsabhängige Bezugsrechte für knapp 23 Millionen eigene Aktien.
Im operativen Geschäft muss der Chipentwickler derweil beweisen, dass sich die Technologie auszahlt. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz zwar leicht auf rund 500.000 US-Dollar. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen jedoch einen Nettoverlust von 12,3 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein solider Gewinn in den Büchern.
Licht statt Kupfer im Rechenzentrum
Das technologische Fundament bildet die patentierte „Optical Interposer“-Plattform. POET integriert elektronische und photonische Bauteile auf einem einzigen Chip. Dieser Ansatz senkt Kosten, reduziert den Stromverbrauch und schrumpft die physische Größe der Komponenten.
Gerade Betreiber riesiger KI-Rechenzentren suchen nach exakt solchen Lösungen. Um die enormen Datenmengen für 800G- und 1,6T-Netzwerke zu bewältigen, stoßen klassische Kupferkabel an ihre physikalischen Grenzen. Lichtbasierte Verbindungen gelten als zwingende Voraussetzung, um die KI-Infrastruktur effizient zu skalieren.
Ein weiterer entscheidender Schritt steht bereits fest im Kalender. Das Management plant, den Hauptsitz in die USA zu verlegen. Dieser Umzug soll steuerliche Risiken für amerikanische Aktionäre aus der Welt schaffen. Am 26. Juni 2026 stimmen die Anteilseigner auf der Hauptversammlung über diesen Vorschlag ab.
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