Verschobene Projekte drücken das Ergebnis, und die Analysten ziehen nach. First Berlin Equity Research senkt das Kursziel für PNE von 10,00 auf 8,30 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest.
Prognose deutlich reduziert
Auslöser ist die gekappte Jahresprognose des Windpark-Projektierers. Für 2026 rechnet PNE nun mit einem EBITDA von 60 bis 75 Millionen Euro. Zuvor standen 90 bis 120 Millionen Euro im Plan. Die Mitte der Spanne sinkt damit um mehr als ein Drittel.
Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die Verschiebung von Projekten ins Jahr 2027. Die Vorhaben sind demnach nicht gestrichen, sie schlagen nur später in der Ergebnisrechnung zu Buche. Bei einem Projektierer sind solche Zeitverschiebungen ein typisches Risiko, weil Erlöse an Meilensteine wie Genehmigung, Netzanschluss oder Verkauf gekoppelt sind.
Analyst bleibt bei „Buy“
Analyst Karsten von Blumenthal setzt das Kursziel um 1,70 Euro herab. Die positive Grundeinstufung ändert er nicht. Das lässt sich so lesen, dass er die Verzögerung als zeitliches Problem einstuft und nicht als Schaden am Geschäftsmodell.
Die Aktie notierte zuletzt bei 5,53 Euro auf Tradegate, ein Minus von knapp 2 Prozent. Bis zum neuen Kursziel liegen damit rund 50 Prozent Abstand.
Entscheidend wird nun, ob die verschobenen Projekte 2027 tatsächlich in die Zahlen einfließen. Die Prognose für 2026 steht mit der neuen Spanne von 60 bis 75 Millionen Euro EBITDA als neue Messlatte.
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