Plug Power wagt den nächsten strategischen Schritt. Der Wasserstoffspezialist erschließt den Markt für nachhaltige Flugzeugtreibstoffe. Dafür formte das Unternehmen in dieser Woche eine neue Allianz in Kanada.
Treibstoff aus Waldabfällen
Zusammen mit Expander Energy plant Plug Power das sogenannte Mackenzie Biofuel Project. Die Anlage in British Columbia soll forstwirtschaftliche Abfälle in erneuerbaren Diesel und Flugzeugtreibstoff verwandeln. Plug liefert dafür seine PEM-Elektrolyseure. Diese Systeme erzeugen den nötigen Wasserstoff für den komplexen Produktionsprozess.
Die angestrebten Dimensionen sind beachtlich. Das Konsortium plant eine Jahresproduktion von bis zu 120 Millionen Litern der grünen Treibstoffe. Dadurch ließen sich jährlich 360.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Dieser Schritt öffnet Plug Power die Tür zu einer neuen Industrie jenseits klassischer Wasserstoff-Anwendungen.
Grünes Licht in Australien
Parallel dazu vermeldet der Konzern Erfolge auf einem anderen Kontinent. Einen Tag zuvor erreichte ein Großprojekt in Australien die endgültige Investitionsentscheidung. Beim Hunter Valley Hydrogen Hub installiert Plug Power Anlagen mit 50 Megawatt Leistung. Diese produzieren künftig jährlich 4.700 Tonnen grünen Wasserstoff. Partner Orica nutzt das Gas direkt vor Ort für die lokale Ammoniakproduktion.
Aktie sucht den Boden
An der Börse reagieren Anleger derzeit zurückhaltend auf die operativen Fortschritte. Die Aktie notiert aktuell bei 2,13 Euro und verbucht damit ein leichtes Tagesminus. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein solides Plus von zwölf Prozent auf der Anzeigetafel.
Kurzfristig zeigt sich der Wert allerdings angeschlagen. Der Kurs hat sich mittlerweile deutlich vom 50-Tage-Durchschnitt bei 2,74 Euro entfernt. Die Folge: Der Relative-Stärke-Index fällt auf einen Wert von 33. Technisch nähert sich das Papier damit spürbar dem überverkauften Bereich.
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