Die Plug Power-Aktie verzeichnete am Mittwochmorgen im deutschen Handel ein Plus von 0,7 % auf 3,33 Euro. Der in den letzten Jahren schwer strauchelnde Titel setzte damit seine insgesamt starke Erholungsbewegung fort. Auf 6-Monats-Sicht beläuft sich der Zugewinn auf +96 %, auf 1-Jahres-Sicht ging es gar um +375 % nach oben.
Unterm Strich notiert der Wasserstoff-Wert dennoch weiterhin sehr deutlich unter alten Rekordständen (Stand: 27.05.2026, 10:00 Uhr, Tradegate).
Kürzlich hat das US-Unternehmen mitgeteilt, dass das Barrow-Green-Hydrogen-Projekt im englischen Barrow-in-Furness seinen finalen Investitionsentscheid erreicht hat. Damit tritt das erste von drei britischen Großprojekten, für die Plug Elektrolyseure liefert, offiziell in die Bauphase ein.
Plug Power-Aktie: Kimberly-Clark halbiert Erdgasverbrauch dank grünem Wasserstoff
Betrieben wird das Projekt von der Green Hydrogen Energy Company, einem Gemeinschaftsunternehmen des Infrastrukturmanagers Schroders Greencoat und des britischen Energieunternehmens Carlton Power. Plug Power liefert sechs Elektrolyseure seines Typs GenEco mit einer Gesamtleistung von 30 Megawatt, die mit erneuerbarem Strom grünen Wasserstoff erzeugen. Den Strom liefert das internationale Energieunternehmen SEFE im Rahmen eines langfristigen Liefervertrags.
Abnehmer des erzeugten Wasserstoffs ist der US-Konsumgüterhersteller Kimberly-Clark, der in Barrow-in-Furness unter anderem die Marken Andrex und Kleenex produziert. Die Anlage soll jährlich rund 100 Gigawattstunden grünen Wasserstoff liefern und damit den Erdgasbedarf des Werks um bis zu 50 Prozent senken – was einer jährlichen CO₂-Einsparung von rund 18.300 Tonnen entspricht.
Plug Power-Aktie: Zwei weitere britische Projekte in Vorbereitung
Das Barrow-Projekt ist Teil eines größeren Auftrags: Plug Power hatte zuvor drei britische Wasserstoffprojekte mit einer kombinierten Elektrolyseurkapazität von 55 Megawatt gewonnen – neben Barrow auch die Standorte Trafford und Langage. Für beide laufen die Vorbereitungen auf den jeweiligen Investitionsentscheid. Alle drei Projekte werden durch das britische Förderprogramm für Wasserstoff staatlich unterstützt.
Plug-CEO Jose Luis Crespo betonte, der Meilenstein belege das Vertrauen in die GenEco-Technologie und sei voraussichtlich das erste von mehreren europäischen Projekten, das noch in diesem Jahr in die Ausführungsphase übergehe.
Zur Einordnung: Das Projekt zeigt, wie Plug Power seine Wachstumsstrategie in Europa konkret umsetzt: Mit einer globalen Auftragspipeline von über zwei Milliarden Dollar und laufenden Projekten in Großbritannien, Spanien und weiteren Märkten baut das Unternehmen seinen Elektrolyseurbestand auf dem Kontinent systematisch aus – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur angestrebten Profitabilität im Schlussquartal 2026.
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