Plug Power-Aktie: Irrsinniges Kursziel!

Plug Power hat die Kapitalerhöhung beschlossen, um Wachstum zu finanzieren. Analysten halten trotz Verlusten und Kursrückgang ein deutliches Aufwärtspotenzial für möglich.

Auf einen Blick:
  • Beschluss zur Verdopplung der Stammaktienanzahl
  • Durchschnittliches Analystenkursziel liegt 47% höher
  • Quartalszahlen für Q4 2025 am 26. Februar
  • Aktie notiert nahe einem Jahres-Tiefststand

Liebe Leserinnen und Leser,

eine sehr spannende Woche steht vor der amerikanischen Aktie von Plug Power. Am Ende der vergangenen Woche hat sich das Papier noch einmal in ausgesprochen schwacher Verfassung präsentiert. Nun allerdings kann sich in wenigen Tagen mit etwas Glück die Wende vollkommen neu ergeben. Im Einzelnen:

Das Papier ist zuletzt gesunken, zweifelsohne ist dies ein neuer Rückschlag gewesen. Auf der anderen Seite aber steht, dass die Plug Power nach Meinung von Analysten deutlich mehr wert ist, als derzeit an den Börsen zu sehen wäre. Sollte das durchschnittliche Kursziel der Analysten sich hier noch bestätigen, müsste das Papier um deutlich mehr als 40 % klettern. Solche Schätzungen werden in aller Regel für bis zu einem Jahr, je nach Abgabe der Schätzung jedoch auch für kürzere Zeiten abgegeben. Insofern lohnt es sich schon aus diesem Grund, vor der neuen Woche genau bei dieser Aktie hinzusehen. Sie steht unter großem Druck.

Plug Power: Der große Druck oder die große Chance für die Amerikaner

Zuletzt hat das Unternehmen vor allem mit einer technischen Vorgabe aus der Aktienkonstruktion die Börsen beschäftigt. Dabei ging es über Wochen um die Ausweitung der genehmigten Stammaktien-Anzahl für das Unternehmen, sprich um eine von der Plug Power selbst avisierte Kapitalerhöhung.

Die Plug Power braucht aus Sicht von Beobachtern und auch von Kommentatoren rund um diese Kapitalerhöhung offenbar sehr viel frisches Kapital, um die notwendigen Wachstumsschübe zu finanzieren. Ohne Wachstum würde das Unternehmen nicht entsprechend erfolgreich sein können, wie es die Börsen derzeit für den Kurs der Plug Power teilweise schon als Vorschuss quasi vorweg genommen hatten.

Dabei kann die Plug Power offenbar nicht auf eigene hohe Liquiditätsreserven zurückgreifen, sondern müsste bspw. über Anleihen Kredite aufnehmen. In der Vergangenheit war auch dies schon genau geschehen, ist aber von den Aktienmärkten am Ende nicht sonderlich geschätzt worden.

Eine Kapitalerhöhung ist aus Sicht von Beobachtern offensichtlich unerlässlich geworden, die Plug Power hat dies auch versucht. Nur: Über Wochen war gerätselt worden, warum die Aktionäre des Unternehmens, die damit angesprochen worden sind, sich hier so sperrig zeigten. Die Aktionärsversammlung ist sogar einmal verschoben worden.

Ein weiteres Mal wurde die Frist zur Annahme des entsprechenden Angebotes der Plug Power selbst schnell noch einmal deutlich erweitert. Am Ende wurde genau diese Frist doch wieder verkürzt, um den entsprechenden Prozess schnell über die Bühne zu bringen. Statt am 17. Februar lief die Frist bereits mit dem 12. Februar dann ab.

Nun steht der Beschluss auf festem Boden.

Plug Power: Der erste Schritt ist geschafft

Der jüngste Beschluss zur Ausweitung der genehmigten Aktienzahl ist genauso getroffen worden, wie die Unternehmensspitze sich dies gewünscht hat. Aus 1,5 Mrd. Stammaktien können 3 Mrd. Papiere werden. Nun ist dies der zentrale Punkt aus der vergangenen Woche für das Unternehmen, den die Börsen wiederum in der einen oder anderen Weise honoriert haben: Denn die Erhöhung würde gleichzeitig eine sehr deutliche Kapitalzufuhr bedeuten. Damit ist das Ziel des Unternehmens offensichtlich erreicht.

Der Konzern konnte sich damit eine höhere Flexibilität bei der Beschaffung von zusätzlichem und sogar dem zusätzlich dringend benötigten Kapital organisieren. Somit gelang es auch, den vorher in den Raum gestellten sogenannten Reverse Split vom Tisch zu nehmen. Der wird nach Meinung der Beobachter nicht mehr kommen. Damit hat Plug Power genau den Spielraum, den das Unternehmen offensichtlich benötigt.

Die Kapitalerhöhung als Verwässerung für den Aktienkurs

Auf der anderen Seite jedoch sind die Akteure offensichtlich auch der Meinung, dass es zu einer ermöglichen Verwässerung der bestehenden Aktien kommen wird.

Plug Power Aktie Chart

Denn die neuen Aktien werden am Markt dafür sorgen, dass die entsprechenden Beteiligungsquoten der schon investierten Aktionäre sich pro Aktie dann nach der Emission neuer Papiere verringern wird. Dies gilt es zu vermeiden, indem das Unternehmen möglicherweise Bezugsrechte für die bisherigen Aktionäre erteilt.

Diese Angst vor Verwässerungen hat den Kurs in den vergangenen Tagen ganz offensichtlich geprägt. Denn die Notierungen waren deutlich nach unten gelaufen. Am Ende hatte die Aktie damit einen Kurs in Höhe von nur noch 1,59 Euro erreicht.

Es war alleine am Freitag um 1,88 % abwärts gegangen. Die Märkte haben damit jede Art von technischer Indikation für einen Aufwärtstrend hinter sich gelassen. Es fehlt allerdings zum klassischen der Trend-Signale, dem GD 200, nur mehr ein kleines Stück. Insofern ist der aktuell zu konstatierend Abwärtstrend bei weitem noch nicht fundamental.

Es bleibt allerdings festzustellen, dass die Börsen offensichtlich am Ende mit der Kapitalerhöhung bis dato noch nicht einverstanden waren. Formal ist das Unternehmen jetzt mit einem Marktwert in Höhe von 2,57 Milliarden Dollar deutlich weniger wert als zum Beispiel vor in etwa einem Monat.

Das nächste Ereignis steht an: Das Quartalsergebnis

Nun kann das gesamte Sammelsurium an Argumenten und Bewertungen in einem Ereignis zusammengefasst werden. Am 26. Februar wird Plug Power seine Ergebnisse zum vierten Quartal 2025 publizieren.

Dies wiederum wird Rückschlüsse darauf ermöglichen, wie weit das Unternehmen wirtschaftlich ausgerichtet ist. Derzeit gehen die Märkte davon aus, dass das Unternehmen im gesamten Jahr 2025 einen Umsatz in Höhe von circa 702 Millionen Dollar erwirtschaftet haben wird. Demgegenüber steht inzwischen die Schätzung, dass das Nettoergebnis auf -900 Millionen Dollar Verlust angewachsen ist. Das damit angenommene Nettoergebnis ist deutlich schlechter, d.h. die Verluste sind deutlich höher, als im Laufe des Jahres vor allem am Anfang des vergangenen Jahres angenommen worden war.

Die Geschäfte laufen also noch schlechter. Umso wichtiger ist der Umstand, dass das Kapital tatsächlich mit der entsprechenden Maßnahme erhöht wird, um schnell zu investieren. Dabei sind aktuell die Analysten wie anfangs beschrieben immer noch sehr zuversichtlich. Das Papier sollte einen Kursaufschlag in Höhe von 47 % erreichen, so die präzisen Schätzungen im Durchschnitt der entsprechenden Daten der Experten.

Dies wäre ausgehend vom aktuellen Kursniveau sicherlich ein Aufschlag um in etwa 75 Euro-Cent. Die Aktie könnte also auf einen Kurs in Höhe von 2,30 Euro klettern. Am 26. Februar wird der Markt dann jetzt nach der Präsentation der Quartalszahlen sicherlich ein neues Stimmungsbild für das Papier entwerfen. Die Analysten sind wie beschrieben ausgesprochen zuversichtlich.

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