Plug Power-Aktie: Es geht Schlag auf Schlag!

Plug Power verkauft zwei Projekte an Stream US Data Centers und stärkt damit seine Liquidität. Die Aktie bleibt trotzdem unter Druck.

Auf einen Blick:
  • Verkauf von Texas-Projekt für 76,5 Mio. Dollar
  • New York Gateway für 142 Mio. Dollar verkauft
  • Liquiditätsspritze von über 80 Mio. Dollar
  • Aktie verliert auf Monatssicht knapp 20 %

Plug Power hat kürzlich zwei Verkäufe an Stream US Data Centers bekannt gegeben, die gemeinsam kurzfristig mehr als 80 Millionen Dollar Liquidität freisetzen sollen. Die Transaktionen sind Teil eines bereits angekündigten Programms, das insgesamt mehr als 275 Millionen Dollar durch Anlagenverkäufe, Freigabe gebundener Barmittel und geringere Betriebskosten einbringen soll.

Plug Power-Aktie: Texas-Projekt für bis zu 90,5 Millionen Dollar verkauft

Plug Power verkauft sein Projekt in Graham, Texas, an Stream. Das Paket umfasst Grundstücke und 164 Megawatt gesicherter Netzanschlusskapazität für bis zu 76,5 Millionen Dollar.

50 Millionen Dollar werden bei Abschluss fällig, weitere 26,5 Millionen Dollar sind erfolgsabhängig an die endgültig genehmigte Netzkapazität geknüpft. Hinzu kommt die erwartete Freigabe von rund 14 Millionen Dollar an Barsicherheiten. Der Abschluss ist für Ende Juli 2026 geplant.

Plug Power-Aktie: New York Gateway für 142 Millionen Dollar – gestufte Abwicklung bis 2027

Das bereits im Februar 2026 angekündigte New York Gateway-Projekt wird nun zu einem Festpreis von 142 Millionen Dollar verkauft. Die Transaktion wird in zwei Schritten vollzogen: Zunächst wird der Grundstücksteil verkauft, während der Abschluss für die übrigen Vermögenswerte bis spätestens 31. März 2027 erwartet wird.

Beide Standorte werden von Stream künftig als Rechenzentren genutzt – ein Bereich, in dem Plug Power parallel nach eigenen Angaben neue Absatzmöglichkeiten für seine Elektrolyseure und Brennstoffzellentechnologie erkundet.

Für Anleger ist die Meldung ein weiteres Zeichen, dass Plug Power seinen Fokus konsequent auf rentable und bereits laufende Wasserstoffprojekte konzentriert und dabei kapitalintensive Infrastrukturprojekte, die noch keine Erträge abwerfen, aktiv monetarisiert. Plug will damit seine Liquidität sichern, auch um die gestiegenen Kosten im US-Geschäft zu kompensieren.

Der Konzern verfügte zum 30. Juni 2026 über rund 162 Millionen Dollar freie Barmittel. Die Erlöse aus den Verkäufen sollen diese Position kurzfristig deutlich stärken.

Plug Power-Aktie unter Druck

An der Börse lief es für das Unternehmen zuletzt jedoch weniger gut. Auf 1-Monats-Sicht steht die Plug Power-Aktie mit knapp 20 % im Minus. Ein Teil der im Frühjahr erzielten Kursgewinne wurde somit wieder abverkauft (Stand: 14.07.2026, 9:00 Uhr).

Die hohe Short-Quote des Unternehmens zeigt, dass viele Marktteilnehmer auf weitere Kurssenkungen setzen. Zwar konnte der Wasserstoff-Spezialist zuletzt seine Umsätze und die Bruttomarge steigern, der Cash-Burn blieb dennoch hoch. Für ein Unternehmen, das nun schon fast 30 Jahre alt ist, ist das durchaus kein Zuckerschlecken.

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