Plug Power-Aktie: Brennt es heimlich!?

Plug Power kämpft mit hohem Cash-Burn und verkauft Vermögenswerte, um eine Kapitalverwässerung zu vermeiden. Das EBITDA-Break-Even-Ziel bis Jahresende bleibt umstritten.

Auf einen Blick:
  • Aktie erholt sich leicht auf 1,90 Euro
  • Hoher Cash-Burn bleibt größtes Problem
  • Verkauf von Vermögenswerten zur Liquiditätssicherung
  • EBITDA-Break-Even-Ziel bis Jahresende

1,90 Euro leuchten derzeit für die amerikanische Aktie von Plug Power auf den Kurstafeln. Ein Plus von 2,1 % wird aktuell ausgewiesen. Damit ist die Aktie zumindest etwas weiter nach vorne gekommen.

Allerdings hat das Papier in den zurückliegenden fünf Tagen nicht sonderlich überzeugt. Insgesamt ging es bis dato um 4,8 % abwärts. Noch am Mittwoch der vergangenen Woche hatte die Aktie zwischenzeitlich die Marke von 2 Euro nach oben überschritten. Im Tagesverlauf wurden sogar Kurse von bis zu 2,05 Euro erreicht. Anschließend setzten jedoch wieder Verkäufe ein.

Die Marke von 2 Euro bleibt extrem hoch!

Die Märkte sind von dem Unternehmen offenbar weiterhin nicht ausreichend überzeugt, um diesen kleinen Aufwärtstrend nachhaltig zu verteidigen.

Nach Einschätzung verschiedener Beobachter bleibt vor allem der hohe Cash-Burn das größte Problem. Das Unternehmen verbrennt weiterhin erhebliche finanzielle Mittel. Um die Liquidität zu stärken, hat Plug Power deshalb zuletzt strategische Vermögenswerte verkauft. Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität in einem Umfang von rund 250 Millionen US-Dollar wurden angekündigt. Dazu zählt unter anderem der Verkauf des Anteils am Graham-Projekt in Texas im Wert von rund 76,5 Millionen US-Dollar.

Die neuen liquiden Mittel sollen dazu dienen, den bestehenden Finanzierungsbedarf zu decken, ohne kurzfristig eine massive Verwässerung der Aktionäre durch eine Kapitalerhöhung vornehmen zu müssen.

Kapitalerhöhungen gelten allerdings seit Jahren als eines der größten Sorgenkinder bei Plug Power. Entsprechende Maßnahmen in der Vergangenheit hatten an den Märkten immer wieder für Irritationen gesorgt. Dieses Risiko besteht aktuell zwar zunächst nicht. Dennoch bleibt die Sorge vieler Aktionäre bestehen, dass Plug Power künftig erneut neue Aktien ausgeben könnte, um die Finanzierung sicherzustellen. Eine solche Kapitalmaßnahme würde den Anteil der bestehenden Aktionäre verwässern und könnte den Aktienkurs entsprechend belasten.

Genau darin liegt derzeit das spekulative Element bei der Bewertung der Aktie.

Operativ rechnet das Unternehmen weiterhin mit deutlichen Verlusten. Bis zum Jahresende möchte das Management allerdings auf EBITDA-Basis – also vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – den Break-even erreichen. Ein solches Ziel war allerdings auch unter früheren Unternehmensführungen bereits mehrfach ausgegeben worden. Entsprechend bleiben die Zweifel am Markt weiterhin bestehen.

Plug Power Aktie Chart

Sollte sich die Stimmung nachhaltig verbessern, müsste die Aktie aus Sicht der Chartanalysten zunächst wieder in Richtung der Marke von 2 Euro steigen.

Fundamentale Analysten bleiben dagegen ausgesprochen optimistisch. Im Durchschnitt sehen sie für die Aktie weiterhin ein Kurspotenzial von mehr als 60 %.

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