Für Plug Power ist das Zinsniveau inzwischen ein wichtiger Belastungsfaktor. Der Wasserstoffkonzern benötigt weiterhin viel Kapital, während das Geschäft noch keine ausreichenden Mittel erwirtschaftet, um den Finanzierungsbedarf vollständig selbst zu decken. Hohe Zinsen verteuern deshalb die Aufnahme neuen Kapitals und erschweren zugleich die Finanzierung großer Wasserstoffprojekte auf Kundenseite.
Die zuletzt wieder aufgekommene Diskussion über eine mögliche Wasserstoffrally wegen hoher Ölpreise ändert daran zunächst wenig. Ein höherer Ölpreis führt nicht automatisch zu zusätzlichen Aufträgen für Plug Power. Entscheidend ist vielmehr, ob geplante Wasserstoffprojekte finanziert und tatsächlich umgesetzt werden. Gerade dabei können hohe Finanzierungskosten zum Hindernis werden.
Plug Power im klaren Abwärtstrend
An der Börse ist die Lage entsprechend angespannt. Nach Verlusten am Freitag rutschte Plug Power am Montag um mehr als 6 % ab. Am Dienstag folgte eine Erholung um 3,3 % auf 1,69 Euro. Dieses Niveau wird am Mittwoch bislang verteidigt. Für eine technische Trendwende reicht das nicht. Zum GD100 fehlen rund 24 %, auch der GD200 liegt noch mehr als 20 % entfernt.
Apple Aktie Chart
Wie schnell Erwartungen den Kurs bewegen können, zeigte zuletzt das geplante Energieprojekt in Usbekistan. Das Gesamtvolumen beträgt 6,1 Milliarden Dollar, doch diese Summe ist nicht mit einem möglichen Auftrag für Plug Power gleichzusetzen. Das Unternehmen könnte an dem Vorhaben beteiligt werden. Eine endgültige Investitionsentscheidung ist allerdings noch nicht gefallen und wird überhaupt erst im ersten Quartal des kommenden Jahres erwartet.
Auch die Analysten rechnen weiterhin mit höheren Kursen und sehen die Aktie oberhalb von 2 Euro. Der nächste konkrete Schritt beim Projekt in Usbekistan steht jedoch erst mit der Investitionsentscheidung aus. Bis dahin bleibt offen, welchen Umfang ein möglicher Auftrag für Plug Power überhaupt erreichen könnte.
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