Ein Umsatzsprung von 343 Prozent in einer einzigen Sparte weckt an der Börse unweigerlich Aufmerksamkeit. Bei Plug Power rückt nach den Zahlen für das erste Quartal 2026 genau dieses Elektrolyseur-Geschäft in den Fokus. Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem zweistelligen Kurssprung. Das Wasserstoff-Unternehmen liefert handfeste Argumente für den jüngsten Aufwärtstrend.
Der Umsatz mit Elektrolyseuren vervierfachte sich nahezu auf 40,8 Millionen US-Dollar. Großprojekte in Kanada und Usbekistan treiben diese Entwicklung an. Parallel dazu positioniert das Management Wasserstoffsysteme zunehmend als Lösung für überlastete Stromnetze. Eine mittelgroße Gabelstapler-Flotte kann den lokalen Strombedarf um rund zwei Megawatt senken. Angesichts des enormen Energiehungers von Rechenzentren trifft dieses Argument bei Industriekunden offenbar einen Nerv.
Großkunden erneuern ihre Flotten
Ein weiterer Wachstumstreiber zeichnet sich im Kerngeschäft ab. Die ersten Brennstoffzellen-Systeme, die Amazon ab 2016 installierte, erreichen das Ende ihrer zehnjährigen Lebensdauer. Ab Ende 2026 steht hier ein umfassender Austausch an. Auch bei Walmart läuft in den kommenden beiden Jahren eine groß angelegte Erneuerung der installierten Basis.
Neben diesen beiden Anker-Kunden baut Plug Power die Präsenz in Europa aus. Neue Standorte für BMW und Stellantis unterstreichen die Nachfrage aus der Automobilindustrie.
Analysten heben Kursziele an
Die Börse honoriert diese operativen Fortschritte. Am Mittwoch schloss die Aktie gut elf Prozent im Plus bei 3,39 Euro. Auf Jahressicht steht mittlerweile ein massiver Kursgewinn von fast 390 Prozent auf der Anzeigetafel. Mehrere Investmentbanken reagierten umgehend auf die Quartalszahlen und passten ihre Modelle an:
- B. Riley Financial: Kursziel steigt von 3,00 auf 5,00 US-Dollar, Einstufung „Buy“.
- Canaccord Genuity: Zielanhebung auf 4,00 US-Dollar (zuvor 2,50), Rating bleibt „Hold“.
- Susquehanna: Erhöht das Ziel auf 3,75 US-Dollar aufgrund von Fortschritten bei der Kostensenkung („Neutral“).
Der Weg zur Profitabilität
Für das laufende Jahr peilt der Vorstand ein zweistelliges Umsatzwachstum an. Ein zentraler Hebel für bessere Margen ist der geplante Abbau von Lagerbeständen im Wert von 100 Millionen US-Dollar. Die operativen Kosten will das Unternehmen bei rund 75 Millionen US-Dollar pro Quartal stabilisieren.
Der langfristige Fahrplan steht damit fest. Im Jahr 2027 will Plug Power ein positives operatives Ergebnis ausweisen, für 2028 ist die vollständige Profitabilität anvisiert. Gelingt diese Trendwende operativ, dürfte die Aktie ihren minimalen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 3,51 Euro in den kommenden Wochen schließen.
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