Plug Power meldet einen operativen Erfolg in Europa. Der Wasserstoff-Spezialist hat eine wichtige Anlage in Dänemark übergeben. An der Börse verpufft die Nachricht allerdings. Die Aktie rutschte zuletzt weiter ab.
Meilenstein in Dänemark
Das Unternehmen hat ein Elektrolyseur-System im dänischen Esbjerg erfolgreich in Betrieb genommen. Die Anlage leistet fünf Megawatt. Sie ist Teil eines größeren Komplexes von European Energy. Künftig soll der Standort jährlich rund 550 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.
Für CEO Jose Luis Crespo markiert die Übergabe einen Strategiewechsel. Plug Power will weg von teuren Einzelprojekten. Das Ziel: standardisierte und wiederholbare Prozesse. Das senkt die Kosten bei der Installation.
Rote Zahlen und Kursverluste
Operativ macht das Programm namens „Project Quantum Leap“ Fortschritte. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 22 Prozent auf rund 163 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich deutlich. Sie liegt mit minus 13 Prozent aber weiterhin im negativen Bereich. Plug Power produziert mehr Wasserstoff selbst und kauft weniger teuren Brennstoff ein.
Anleger reagieren nervös. Die Aktie verlor am Donnerstag rund drei Prozent und schloss bei 2,53 US-Dollar. Auf Monatssicht brach der Kurs um fast ein Drittel ein. Damit fiel das Papier unter die wichtige 100-Tage-Linie.
Fokus auf die Kasse
Die Liquidität bleibt das bestimmende Thema. Plug Power meldete zuletzt Barreserven von gut 800 Millionen US-Dollar. Um die Bilanz zu stärken, verkauft das Management bestehende Vermögenswerte.
Am 30. Juni läuft eine entscheidende Frist ab. Bis dahin soll der Verkauf des „Project Gateway“-Standorts in New York abgeschlossen sein. Die Transaktion spült gut 132 Millionen US-Dollar in die Kasse. Es ist der erste Schritt eines umfassenden Plans zur Kapitalbeschaffung. Am 10. August präsentiert das Management dann die nächsten Quartalszahlen.
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