Die Coinbase-Aktie hat in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren und damit die Entwicklung des Kryptomarktes fast spiegelbildlich nachvollzogen. Aktuell notiert das Papier bei rund 178 US-Dollar und liegt damit seit Jahresbeginn fast 25% im Minus. Noch deutlicher fällt der Blick auf die vergangenen sechs Monate aus: Vom Hoch im Sommer 2025 bei über 440 Dollar hat sich die Aktie um mehr als 60% entfernt. Dass sich Krypto- Börsenbetreiber Coinbase einem schwachen Kryptomarkt nicht komplett entziehen kann, dürfte Sie nicht verwundern.
Bitcoin notiert aktuell bei rund 74.000 Dollar und damit rund 15% unter dem Niveau zu Jahresbeginn sowie rund 40% unter den Hochs aus dem Herbst 2025. Ethereum liegt mit etwa 2.300 Dollar sogar rund 20% unter Jahresanfang und nahezu 50% unter den vorherigen Spitzenniveaus. Noch stärker traf es viele Altcoins: Solana verlor seit Jahresbeginn rund 35% bis 40%, gegenüber den Hochs sogar mehr als 60%. XRP gab im gleichen Zeitraum um rund 50% nach. Diese breite Schwäche verringert das Handelsvolumen pro Trade und die Lust auf Traden an sich, was doppelt schlecht für Coinbase und die Coinbase-Aktionäre ist.
Trotz schwacher Performance: Interesse an Krypto-Währungen weiterhin hoch
Die kombinierten Handelsvolumina auf zentralisierten Börsen lagen Branchenstatistiken zufolge zuletzt bei rund 5,6 Billionen Dollar im Monat und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Herbst 2024. Gleichzeitig zeigt sich in der Statistik aber eine interessante Verschiebung: Die Marktkapitalisierung von Stablecoins ist auf rund 317 Milliarden Dollar gestiegen – ein neuer Rekordwert. Dies zeigt, dass der grundsätzliche Weg zu digitalem Geld weitergegangen wird – und noch viel Pulver für Investitionen trocken gehalten wird. Sobald Vertrauen zurückkehrt, kann dieses Geld schnell wieder in Bitcoin, Ethereum und andere Assets fließen.
Aktuell verdichten sich die Hinweise auf eine mögliche Bodenbildung. Trotz geopolitischer Unsicherheiten ist die gesamte Kryptomarktkapitalisierung zuletzt wieder leicht gestiegen, während gleichzeitig Zuflüsse in Bitcoin-ETFs zu beobachten sind. Steigt der Bitcoin, profitiert Coinbase. Einzelne Analysten, darunter das renommierte Analysehaus Jeffries, sehen wieder Chancen und heben die Kursziele an. Das Kursziel für Coinbase wurde von vielen anderen Analysten zwar in den vergangenen Wochen aufgrund der Marktschwäche nach unten angepasst, liegt mit durchschnittlich 246 Dollar aber weiterhin deutlich über dem aktuellen Niveau. Wer heute kauft, hat also einen zumindest einen theoretischen Sicherheitspuffer von knapp 28%.
1 Dollar in BTC pro Barrel wäre Gamechanger für den Kryptomarkt
Der Blick auf die Chancenseite zeigt dabei ausgerechnet einen Gewinnhebel, der überhaupt erst die Bitcoin-Talfahrt verstärkt hat: Der Iran-Krieg. Im Zuge des Konflikts steht die Einführung einer Maut für die Passage durch die Straße von Hormus im Raum – zahlbar in Kryptowährungen wie Bitcoin. Konkret geht es um 1 Dollar pro Ölfass. Bei einem durchschnittlichen täglichen Durchfluss von rund 20 Mio. Barrel ergibt sich daraus ein potenzielles Zahlungsvolumen von 20 Millionen Dollar in Kryptowährungen pro Tag beziehungsweise mehr als 7 Milliarden Dollar pro Jahr.
Sollte sich ein solches Modell durchsetzen, würde der Bitcoin erstmals in großem Stil als Zahlungsmittel für reale Handelsströme genutzt und hätte massive Auswirkungen auf den Preis. Warum der Iran das anstrebt, ist leicht verständlich. Das Vertrauen gegenüber den USA ist dahin und die Transaktionen könnten unabhängig von klassischen Finanzsystemen abgewickelt werden. Damit sind sie deutlich schwerer zu kontrollieren oder zu blockieren.
Für den Kryptomarkt bedeutet das einen grundlegenden Wandel. Bitcoin wäre nicht mehr nur eine spekulative Anlageklasse, bei der man nicht so recht weiß, ob das Ganze irgendwann mal funktioniert, sondern ein funktionales Instrument im globalen Handel. Das würde die Marktdurchdringung auf einen Schlag verbreitern und langfristig Schwankungen glätten. Gleichzeitig könnte die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel (digitales Gold) neuen Auftrieb erhalten.
Coinbase als großer Gewinner einer Krypto-Maut
Die Einführung einer Krypto-Maut durch den Iran ist also eine gewaltige Chance für den Kryptomarkt – und damit auch für Coinbase und die Aktionäre. Das Unternehmen ist einer der führenden Marktplätze für digitale Assets und verwaltet Vermögenswerte in Höhe von mehreren hundert Milliarden Dollar. Steigt die Relevanz von Kryptowährungen im globalen Zahlungsverkehr, dann steigt zwangsläufig auch die Handelsaktivität, die Nachfrage nach Infrastruktur und die Bedeutung vertrauenswürdiger Plattformen.
Nach einem Kursrückgang von über 50% vom Hoch und einer weiterhin intakten langfristigen Wachstumsstory ergibt sich damit ein spannendes Chance-Risiko-Verhältnis. Sollte sich die Bodenbildung im Kryptomarkt bestätigen und gleichzeitig die strukturelle Nachfrage durch neue Anwendungsfälle wie im geopolitischen Kontext zunehmen, wäre Coinbase einer der größten Profiteure dieser
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