Planet Labs PBC Aktie: 20 Satelliten starten ins All

Symbolbild, KI-generiert

Der Start stärkt Planet Labs’ Erdbeobachtung und testet erstmals Googles TPUs unter Weltraumbedingungen.

Auf einen Blick:
  • 20 Satelliten mit Falcon 9 gestartet
  • Suncatcher testet vier Google-TPUs
  • Tanager-2 beginnt den Betrieb
  • Planet-Aktie steigt um 8,3 Prozent

Mit dem erfolgreichen Start von 20 neuen Satelliten baut Planet Labs seine Flotte im Orbit weiter aus. An Bord einer Falcon-9-Rakete im Rahmen der SpaceX-Mission Transporter-18 hoben die Nutzlasten am Donnerstag von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien ab.

Neben 18 konzerneigenen Erdbeobachtungssatelliten der SuperDove-Reihe transportierte die Mission den neuen Hyperspektralsatelliten Tanager-2 sowie einen Prototyp für das Forschungsprojekt Suncatcher, das Planet Labs gemeinsam mit Google realisiert hat.

Am Markt sorgt die erfolgreiche Mission für Rückenwind. Die im Klein- und Nebenwertebereich gehandelte Aktie von Planet Labs legte am heutigen Freitag um 8,3 Prozent auf 15,60 Euro zu.

Google-KI-Hardware erstmals im Weltraum

Im Fokus der Mission steht die Premiere von Halbleitern für maschinelles Lernen unter Weltraumbedingungen. Der von Planet Labs konstruierte Suncatcher-Demonstrator ist mit vier Tensor Processing Units (TPUs) von Google ausgestattet.

Die einjährige Mission soll Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die empfindlichen Rechenzentrums-Chips gegenüber kosmischer Strahlung, den Erschütterungen des Raketenstarts und extremen Temperaturschwankungen verhalten. Wegen thermischer Begrenzungen sollen die Einheiten in Intervallen von jeweils 15 Minuten betrieben werden.

Google und Planet Labs planen für das kommende Jahr bereits einen Folgetest mit zwei speziell entwickelten Satelliten, die per Laserkommunikation miteinander verbunden werden sollen. Ziel der langfristigen Forschung ist die Frage, ob solarbetriebene Rechenzentrumscluster in einer niedrigen Erdumlaufbahn künftig technisch machbar sind.

Ausbau der Hyperspektralkapazitäten

Über das Forschungsprojekt mit Google hinaus stärkt Planet Labs sein operatives Kerngeschäft in der Erdbeobachtung. Nach dem Start bestätigte das Unternehmen den ersten Kontakt und die beginnende Inbetriebnahme des Hyperspektralsatelliten Tanager-2. Dessen Sensoren erfassen optische Daten in 426 zusammenhängenden Spektralbändern bei einer spektralen Auflösung von rund 5 Nanometern und einer räumlichen Auflösung von 30 Metern. Nach Angaben des Unternehmens sind mindestens drei weitere Satelliten dieser Baureihe fest eingeplant.

Zusätzlich wurden 18 SuperDove-Satelliten befördert, die das bestehende PlanetScope-Netzwerk verdichten. Für zwei dieser Einheiten wurde der operative Kontakt direkt hergestellt, während die verbleibenden 16 Einheiten über eine Transferstufe von D-Orbit ausgesetzt werden.

Für Planet Labs markiert der Flug den 40. erfolgreichen Start der Unternehmensgeschichte. Zusammengenommen hat der Spezialist damit 718 Satelliten gebaut und in eine Umlaufbahn transportiert. Nach der heutigen Kursreaktion beläuft sich der Börsenwert des Unternehmens auf 5,29 Milliarden Euro.

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