Planet Labs: Jupiter Asset Management kauft 178.373 Anteile

BlackRock und Goldman Sachs stocken Anteile auf, während die Aktie nach einer Rallye um neun Prozent nachgibt. Operativ überzeugen Rekordumsätze.

Auf einen Blick:
  • BlackRock erwirbt über fünf Millionen Aktien
  • Goldman Sachs verdoppelt seinen Anteil
  • Quartalsumsatz steigt auf 86,8 Millionen Dollar
  • Kurs fällt nach Verdopplung seit Jahresbeginn

BlackRock und Goldman Sachs greifen zu, während der Kurs am Montag deutlich Federn lässt. Bei Planet Labs prallen gerade zwei Welten aufeinander: Massive Käufe der Schwergewichte treffen auf Gewinnmitnahmen nach einer beispiellosen Rallye.

Wall-Street-Riesen bauen Positionen aus

Die Liste der Käufer liest sich wie das Who-is-Who der Finanzwelt. BlackRock hat über 5,2 Millionen Anteile erworben, während Goldman Sachs seine Position um mehr als 50 Prozent ausbaute. Inzwischen befinden sich rund 42 Prozent der Aktien in den Händen institutioneller Investoren.

Jupiter Asset Management stieg parallel dazu neu ein und sicherte sich 178.373 Anteile. Diese Käufe markieren einen Trend, dem sich auch Barclays und Vanguard angeschlossen haben. Die Professionalisierung der Aktionärsstruktur schreitet damit zügig voran.

Rekordumsätze und volle Auftragsbücher

Hinter dem Interesse stehen handfeste operative Erfolge. Der Spezialist für Satellitenbilder steigerte seinen Quartalsumsatz um 41 Prozent auf 86,8 Millionen Dollar. Besonders der Auftragsbestand beeindruckt: Dieser kletterte auf 900 Millionen Dollar.

Das Geschäftsmodell ruht auf einem stabilen Fundament. Rund 85 Prozent der Erlöse stammen aus Regierungs- und Verteidigungsaufträgen. Diese Ausrichtung macht das Unternehmen zum Kerninvestment in Branchen-ETFs wie dem Tema Space Innovators ETF, der ein Volumen von 2,6 Milliarden Dollar verwaltet.

Kurskorrektur nach Rekordjagd

Trotz der fundamentalen Stärke korrigiert die Aktie zum Wochenstart um fast neun Prozent auf 39,80 Euro. Nach einer Verdopplung des Kurses seit Jahresbeginn war die Luft zuletzt dünn geworden. Das Papier hatte sich seit Dezember weit von seinem Tief bei 14,02 Euro entfernt.

Ein RSI-Wert von über 72 signalisierte bereits eine technisch überkaufte Lage. Das Papier notiert nun etwa zehn Prozent unter seinem Rekordhoch von Ende Mai. Während Analysten mit einem Kursziel von 30,61 Dollar und einem „Hold“-Rating zurückhaltend bleiben, setzen die Großinvestoren auf eine Fortsetzung des Wachstumskurses.

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