Es war eine Woche mit Licht und Schatten für Planet Labs. Freitag schloss die Aktie mit plus 4,27 Prozent bei 24,40 Euro. Der kleine Satellitenbetreiber kämpft sich durch eine turbulente Phase – und setzt dabei vor allem auf das Geschäft mit dem Militär.
Aufträge vom Geheimdienst
Im Zentrum der positiven Entwicklung stehen zwei neue Verträge. Die US-Geheimdienstbehörde NGA setzt künftig verstärkt auf die Technologie von Planet Labs. Konkret geht es um KI-gestützte Satellitenbildanalyse.
Das Unternehmen betreibt rund 200 Satelliten. Sie liefern hochfrequente Aufnahmen, die für Verteidigung und Spionage immer wichtiger werden. Ein klarer strategischer Schwenk in Richtung Sicherheitsbehörden.
Die Zahlen untermauern den Kurs. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 94,15 Millionen Dollar – ein Plus von 42,1 Prozent zum Vorjahr. Der Auftragsbestand liegt bei rund 906 Millionen Dollar. Eine solide Basis.
Volatile Fahrt an der Börse
Seit Jahresbeginn steht die Aktie noch 40 Prozent im Plus. Doch der letzte Monat war brutal. Der Kurs verlor 43,78 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 46,60 Euro ist die Aktie rund 48 Prozent entfernt.
Der RSI liegt bei 36,9 Punkten – der Wert ist bereits überverkauft. Die annualisierte Volatilität von 105 Prozent zeigt: Anleger brauchen starke Nerven. Derzeit notiert der Titel weit unter dem 50-Tage-Schnitt von 32,39 Euro.
Die Analysten sind gespalten. Der Konsens lautet „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel von 35,11 Dollar deutet jedoch Spielraum nach oben an. Deutsche Bank und Needham raten zum Kauf, andere zeigen sich zurückhaltend.
Im Schatten von SpaceX
Der gesamte Raumfahrtsektor hat sich verändert. Besonders der Börsengang von SpaceX hat die Branche aufgemischt. Planet Labs muss sich gegen größere Wettbewerber behaupten – und tut das mit einer Nischenstrategie.
Die Kombination aus Verteidigungsaufträgen und KI-Entwicklung könnte der Schlüssel sein. Der Milliarden-Auftragsbestand gibt Sicherheit. Ob der Turnaround gelingt, hängt entscheidend von der nächsten Gewinnsaison ab.
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