Ein Rekordsommer in Arizona hat die Stromnachfrage nach oben getrieben — trotzdem verdient Pinnacle West Capital im zweiten Quartal weniger als vor einem Jahr. Der Grund liegt nicht im operativen Geschäft, sondern in höheren Zinsen und Abschreibungen. Für Aktionäre bleibt die Botschaft dennoch beruhigend: Das Jahresziel steht.
Der Nettogewinn des Mutterkonzerns der Arizona Public Service Co. (APS) fiel im zweiten Quartal auf 178,6 Millionen Dollar oder 1,43 Dollar je Aktie, nach 192,6 Millionen Dollar beziehungsweise 1,58 Dollar im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis gab leicht auf 305,67 Millionen Dollar nach, belastet von höheren Zinskosten, gestiegenen Abschreibungen und niedrigeren Erlösen aus dem Übertragungsnetz. Die Erlöse insgesamt wuchsen dennoch kräftig auf 1,46 Milliarden Dollar von zuvor 1,36 Milliarden Dollar.
Hitze treibt Nachfrage, aber nicht die Marge
Vorstandschef Ted Geisler machte das ungewöhnlich frühe Sommerwetter für den Nachfrageschub verantwortlich — bereits im März kletterten die Temperaturen in Arizona auf 105 Grad Fahrenheit, umgerechnet rund 40,5 Grad Celsius. Die sogenannten Kühlgradtage bei Privatkunden legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 Prozent zu. Das trieb die Gesamtabsätze um 9,6 Prozent nach oben, während die Kundenzahl um 2,1 Prozent wuchs.
Diese Nachfrage konnte die höheren Finanzierungs- und Abschreibungskosten aber nicht vollständig ausgleichen. Niedrigere Betriebs- und Wartungsaufwendungen sowie geringere Steuern dämpften den Rückgang zumindest teilweise.
Am Markt kam die Nachricht erwartungsgemäß ruhig an: Im vorbörslichen Handel gab die Aktie um 0,26 Prozent auf 100,59 Dollar nach — keine Überraschung, da die Zahlen innerhalb der eigenen Prognose lagen.
Prognose für 2026 bleibt unverändert
Für das Gesamtjahr hält das Management an seiner Zielspanne von 4,55 bis 4,75 Dollar je Aktie auf wetterbereinigter Basis fest. Angesichts der anhaltenden Sommerhitze richtet APS den Blick nun auf die kommenden Wochen: Das Unternehmen hat seine Kundenbetreuung für die Spitzenlastzeit ausgebaut, mit zusätzlichen Beratungsangeboten und Programmen zur Abfederung höherer Stromrechnungen. Die eigentliche Bewährungsprobe für die Jahresprognose steht damit noch bevor — im dritten Quartal, wenn die Hitze in Arizona traditionell ihren Höhepunkt erreicht.
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