Pinduoduo steht vor neuen Hürden im internationalen Geschäft, da die Tochterplattform Temu auf drastische regulatorische Änderungen in wichtigen Märkten reagieren muss. Besonders in der Türkei führt eine neue Regierungsentscheidung dazu, dass der zollfreie Online-Handel für Kleinsendungen praktisch eingestellt wird. Anleger beobachten nun genau, wie das Unternehmen diesen strategischen Gegenwind kompensiert.
- Türkei: Ende der Zollfreiheit für Kleinsendungen ab dem 6. Februar.
- Steuern: Importe aus Nicht-EU-Staaten bereits mit 60 % besteuert.
- Expansion: Temu hält aktuell 24 % Marktanteil im globalen grenzüberschreitenden Online-Handel.
- Konjunktur: Chinas Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen stieg im Januar auf 52,3 Punkte.
Handelsbarrieren in der Türkei
Die türkische Regierung schafft zum 6. Februar die bisherigen Erleichterungen für Auslandssendungen ab. Künftig müssen alle eingehenden Pakete das vollständige kommerzielle Importverfahren durchlaufen, was die bisherigen Freigrenzen hinfällig macht. Lokale Behörden haben bereits Inspektionen in Büros durchgeführt, die mit der Plattform in Verbindung stehen, um die Einhaltung der grenzüberschreitenden Handelspraktiken zu prüfen.
Dieser Schritt reiht sich in eine Phase verschärfter Besteuerung ein. Bereits Ende 2024 hatte die Türkei die Steuersätze für Pakete aus Nicht-EU-Ländern auf 60 % angehoben. Damit folgt das Land einem globalen Trend: Auch in den USA und der Europäischen Union wird derzeit intensiv über die Abschaffung von „De-minimis“-Regelungen für geringwertige Sendungen diskutiert, um heimische Industrien zu schützen.
Regulatorik trifft auf starkes Marktumfeld
Neben den spezifischen Problemen in der Türkei sieht sich der Konzern in der EU mit der strengen Durchsetzung des Digital Services Act konfrontiert. In China untersuchen die Behörden zudem weiterhin Preisstrategien und die Datennutzung der großen Plattformen. Kann die Expansion das Wachstumstempo trotz dieser zunehmenden Barrieren halten?
Trotz dieser regulatorischen Herausforderungen bleibt das wirtschaftliche Umfeld im Heimatmarkt konstruktiv. Die heute veröffentlichten Daten des RatingDog China General Services Business Activity Index zeigen mit 52,3 Punkten das schnellste Wachstum im Dienstleistungssektor seit drei Monaten. Das Unternehmen reagiert auf den Druck, indem es sein Logistikmodell anpasst. Der Aufbau lokaler Lagerhäuser soll helfen, Lieferzeiten zu verkürzen und regionale Anforderungen besser zu erfüllen.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Das Management verfolgt das Ziel, das bisherige Modell des direkten Versands in einen lokalisierten globalen Marktplatz zu transformieren. Inwieweit die höheren Zölle und der organisatorische Umbau die internationalen Margen belasten, wird sich Mitte März zeigen. Am 19. März 2026 veröffentlicht Pinduoduo seinen nächsten Finanzbericht, der konkrete Zahlen zur aktuellen Ertragskraft unter den veränderten Handelsbedingungen liefern wird.
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