Pfizer-Aktie: Jahr der Entscheidungen!

Pfizer bestätigt Jahresziele 2026 trotz rückläufiger Corona-Umsätze und präsentiert vielversprechende Studienergebnisse für einen eigenen GLP-1-Agonisten gegen Fettleibigkeit.

Auf einen Blick:
  • Bestätigte Umsatz- und Gewinnprognose für 2026
  • Kerngeschäft wächst ohne COVID-Produkte um 9 Prozent
  • Positive Phase-2b-Daten für Adipositas-Wirkstoff PF'3944
  • Start von zehn Phase-3-Studien noch in diesem Jahr

Der US-Pharmariese Pfizer sucht nach dem Ende des Corona-Booms den Weg zurück auf den Wachstumspfad. Während die Umsätze mit Pandemie-Produkten weiter schwinden, rückt die Forschungspipeline zunehmend in den Fokus der Anleger. Nun meldet der Konzern einen wichtigen Erfolg bei der Entwicklung eines neuen Medikaments gegen Fettleibigkeit, das die Lücke füllen soll.

Leben nach der Pandemie

Die am Dienstag veröffentlichten Zahlen verdeutlichen den Transformationsprozess, in dem sich Pfizer befindet. Zwar sank der Gesamtumsatz im vierten Quartal 2025 auf 17,6 Milliarden US-Dollar, was primär auf die rückläufige Nachfrage nach COVID-Produkten zurückzuführen ist. Doch der Blick unter die Oberfläche offenbart eine andere Dynamik: Klammert man die Corona-Sparte aus, verzeichnete das operative Geschäft ein Wachstum von 9 Prozent.

Um Anlegern Sicherheit zu geben, bekräftigte das Management die Finanzziele für das laufende Geschäftsjahr 2026. Der Konzern erwartet weiterhin einen Umsatz zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie in der Spanne von 2,80 bis 3,00 US-Dollar. Diese Bestätigung ist ein wichtiges Signal der Stabilität, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn rund 13 Prozent an Wert verloren hat und aktuell bei 21,89 Euro notiert.

Hoffnungsträger gegen Adipositas

Das größte Interesse der Marktbeobachter gilt jedoch der Pipeline, speziell dem Einstieg in den lukrativen Markt für Abnehmpräparate. Pfizer präsentierte positive Ergebnisse einer Phase-2b-Studie für den Wirkstoffkandidaten PF’3944, einen lang wirkenden GLP-1-Rezeptor-Agonisten.

Das Medikament erreichte den primären Endpunkt und zeigte eine statistisch signifikante Gewichtsreduktion nach 28 Wochen. Besonders relevant für die Wettbewerbsfähigkeit ist dabei das Dosierungsintervall: Die Umstellung von einer wöchentlichen auf eine monatliche Gabe verlief erfolgreich, ohne dass die Gewichtsabnahme stagnierte. Pfizer plant nun eine massive Ausweitung des Programms und will noch im Jahr 2026 zehn Phase-3-Studien für diesen Wirkstoff starten.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

  • Ausblick bestätigt: Umsatz- und Gewinnprognose für 2026 bleiben unverändert.
  • Operatives Wachstum: Das Kerngeschäft (ohne COVID) wuchs im Q4 2025 um 9 %.
  • Pipeline-Erfolg: Positive Studiendaten für das neue Adipositas-Medikament PF’3944.
  • Strategie: Start von über 20 zulassungsrelevanten Studien im laufenden Jahr geplant.

Jahr der Entscheidungen

Das Management hat 2026 als ein Jahr „reich an Katalysatoren“ ausgerufen. Der Fokus verschiebt sich weg von der Verteidigung alter Umsätze hin zur aggressiven Entwicklung neuer Blockbuster, um Patentabläufe bei bestehenden Medikamenten zu kompensieren. Ein entscheidendes Datum für Anleger steht bereits fest: Am 6. Juni 2026 wird Pfizer auf der Tagung der American Diabetes Association detaillierte Ergebnisse der aktuellen Adipositas-Studie präsentieren, die weiteren Aufschluss über das Marktpotenzial des neuen Wirkstoffs geben dürften.

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