Andrew Baum kam 2024 zu Pfizer. Als Chief Strategy and Innovation Officer sollte er die strategische Ausrichtung des US-Pharmariesen neu aufstellen. Eine Rolle, die klingt, als wäre sie für jemanden mit seiner Vita gemacht: jahrelang Analyst bei Citi, dort zuletzt Leiter des globalen Gesundheitsbereichs und Managing Director im Equity Research, davor gut 15 Jahre bei Morgan Stanley im europäischen Pharmageschäft. Ein Mann mit Gewicht also.
Nun geht er wieder. Bis Ende dieses Jahres, so ein Research-Note von BMO Capital Markets, wird Baum Pfizer verlassen. Zunächst wechselt er in die Rolle eines Senior Strategic Advisor an der Seite von CEO Albert Bourla, also raus aus dem Tagesgeschäft, rein in die höhere Strategie, und dann eben ganz raus.
Pfizer Inc. Aktie Chart
„Operative Vereinfachung“, klar
BMO-Analysten schreiben, der Abgang sei „eher Ausdruck der fortgesetzten operativen Vereinfachung im Unternehmen als ein größerer strategischer Kurswechsel“. Pfizer selbst klingt ähnlich glatt: Man prüfe regelmäßig die eigenen Abläufe, um schneller entscheiden und Innovationen vorantreiben zu können.
Das klingt nach Unternehmenskommunikation, die nichts sagt und alles meinen kann.
Der Haken an der Sache
Wer jemanden mit Baums Profil holt, holt ihn nicht für ein Jahr. Und wer ihn nach einem Jahr wieder gehen lässt, hat entweder die Rolle falsch definiert, den Mann falsch eingeschätzt, oder beides. „Operative Vereinfachung“ ist jedenfalls ein eleganter Begriff dafür, dass ein teuer eingekaufter Chefstratege offenbar nicht das gebracht hat, was man sich erhofft hatte.
Pfizer steckt seit dem Ende des Covid-Booms in einer schwierigen Phase. Der Konzern hat Stellen gestrichen, Strukturen umgebaut, Prioritäten verschoben. Baum war Teil dieser Umbauphase. Nun ist er es nicht mehr. Vereinfacht gesagt.
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