Pfizer-Aktie: Analyst bestätigt Aufwärtspotenzial!

Guggenheim bestätigt Kaufempfehlung für Pfizer mit deutlichem Kursziel. Das Blutgerinnungsmittel Eliquis übertrifft Preiserwartungen und federt höhere Entwicklungskosten ab.

Auf einen Blick:
  • Kaufempfehlung mit 34 Prozent Aufwärtspotenzial
  • Eliquis übertrifft Preiserwartungen unter IRA
  • Kritische Patentabläufe zwischen 2026 und 2028
  • Hohe Dividendenrendite von 6,4 Prozent

Guggenheim hält an seiner Kaufempfehlung für Pfizer fest — und das mit einem klaren Preisziel. Analysten der US-Investmentbank sehen ausgehend vom aktuellen Kursniveau ein Aufwärtspotenzial von rund 34 Prozent.

Eliquis als positiver Überraschungsfaktor

Der wesentliche Treiber hinter dem optimistischen Modell ist das Blutgerinnungsmittel Eliquis. Guggenheim stellt fest, dass die Nettopreisdynamik unter dem Inflation Reduction Act (IRA) günstiger ausfällt als vom Markt erwartet. Das federt höhere Forschungs- und Entwicklungskosten ab, die Pfizer im Zuge des wachsenden Medikamentenportfolios trägt.

Für das erste Quartal 2026 rechnen die Analysten mit einem Umsatz von rund 13,8 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 0,76 Dollar — leicht unter dem Konsens beim Umsatz, aber darüber beim Ergebnis. Für das Gesamtjahr erwartet Guggenheim Erlöse von 61,3 Milliarden Dollar, was innerhalb der Unternehmensprognose von 59,5 bis 62,5 Milliarden Dollar liegt.

Pfizer Inc. Aktie Chart

Pipeline als Antwort auf den Patentablauf

Pfizer steht zwischen 2026 und 2028 vor einem kritischen Zeitraum: Mehrere wichtige Produkte verlieren in dieser Phase ihren Patentschutz. Neue klinische Daten sollen helfen, diese Lücke zu schließen. Investoren warten auf Ergebnisse zu Sigvotatug Vedotin sowie auf Daten zu einem Adipositas-Programm, die im Juni beim Kongress der American Diabetes Association präsentiert werden sollen. Für die zweite Jahreshälfte ist zudem ein Readout zu Mevrometostat geplant.

Parallel dazu verlängerte das britische Unternehmen Trellus Health seine Lizenzvereinbarung mit Pfizer. Dabei stellt Trellus weiterhin Patientenedukationsinhalte für Pfizers digitale Anwendung im Bereich chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen bereit — ein Hinweis auf Pfizers Bestrebungen, digitale Gesundheitslösungen stärker in den Produktzyklus zu integrieren.

Die institutionelle Beteiligung bleibt mit über 68 Prozent hoch, trotz einer leichten Reduzierung durch die Sumitomo Mitsui Trust Group. Eine Dividendenrendite von 6,4 Prozent — gestützt durch 56 aufeinanderfolgende Jahre an Ausschüttungen — bleibt ein zentrales Argument für einkommensorientierte Anleger. Am 5. Mai legt Pfizer die offiziellen Quartalszahlen vor.

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