Petrobras Aktie: Pakt mit Pemex im Juni

Petrobras plant eine strategische Partnerschaft mit Pemex im Golf von Mexiko und treibt die Produktion im Búzios-Feld voran.

Auf einen Blick:
  • Kooperation mit Pemex geplant
  • Produktionsstart im Búzios-Feld
  • Aktie trotz Jahresplus unter Druck
  • Milliarden-Investition in Raffinerie

Petrobras forciert seine internationale Expansion und setzt auf technische Dominanz in der Tiefsee. Der brasilianische Energieriese steht unmittelbar vor einem strategischen Pakt mit dem mexikanischen Staatskonzern Pemex.

Allianz im Golf von Mexiko

Noch im Juni will Petrobras-Präsidentin Magda Chambriard die Kooperation mit Pemex besiegeln. Geplant ist eine gemeinsame Exploration im Golf von Mexiko. Der Pakt umfasst Vereinbarungen zur Förderung und Raffinerie. Petrobras nutzt dabei seine Expertise in der Tiefsee-Förderung, um neue Märkte zu erschließen.

Parallel dazu stärkt der Konzern seine Position im heimischen Campos-Becken. Petrobras übernahm einen 50-Prozent-Anteil am Explorationsblock Itaimbezinho. Partner bleibt die norwegische Equinor, die das Projekt weiterhin operativ leitet. Beide Unternehmen arbeiten bereits bei den Großprojekten Jaspe und Raia zusammen.

Produktion im Búzios-Feld läuft an

Operativ meldet das Unternehmen Fortschritte im Santos-Becken. Die schwimmende Förderanlage P-79 hat die Produktion im Búzios-Feld aufgenommen. Die Anlage kann täglich bis zu 180.000 Barrel Öl verarbeiten. Die erste Fracht wurde bereits Ende Mai erfolgreich verladen.

An der Börse spiegelt sich dieser Fortschritt derzeit nur bedingt wider. Die Aktie notiert aktuell bei 6,60 Euro. Zwar liegt das Papier seit Jahresbeginn rund 32 Prozent im Plus, verlor aber im letzten Monat deutlich an Boden.

Der Kurs leidet unter sinkenden Ölpreisen. Berichte über eine mögliche Entspannung zwischen den USA und dem Iran setzen den Sektor unter Druck. Mit einem RSI von 33 zeigt der Titel jedoch bereits eine technisch überverkaufte Tendenz.

Fokus auf Diesel-Produktion

Trotz dieser Schwankungen hält das Management an seinen Zielen fest. Ein zentraler Baustein ist der Ausbau der Abreu e Lima Raffinerie. Das Unternehmen investiert hierfür rund 17 Milliarden US-Dollar. Ziel ist es, die heimische Diesel-Produktion bis zum Jahr 2028 um 40 Prozent zu steigern.

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