Perseus Mining hält nach dem Septemberquartal 2026 an seinen Jahreszielen fest. Die Goldförderung übertraf zwar den Plan, fiel gegenüber dem Vorquartal aber um 15,1%. Gleichzeitig stiegen die Kosten. Für den nächsten Wachstumsschritt richtet sich der Blick deshalb auf Nyanzaga in Tansania: Dort soll im Januar 2027 erstmals Gold produziert werden.
Über Plan, aber unter Vorquartal
Im Septemberquartal förderte Perseus 92.551 Unzen Gold. Im Juniquartal waren es 109.013 Unzen gewesen. Alle drei westafrikanischen Minen verzeichneten gegenüber dem Vorquartal niedrigere Produktionsmengen.
Der Vergleich mit dem eigenen Plan fällt dennoch positiv aus. Wie Mining Weekly am Dienstag berichtete, sieht sich Perseus bei der Erreichung seiner Jahresziele auf Kurs. Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal bedeutet damit bislang keine Abkehr von der Produktionsplanung.
Für das Geschäftsjahr 2027 bleibt die Förderprognose bei 420.000–480.000 Unzen. Perseus setzt dabei auch auf den bevorstehenden Beitrag aus Nyanzaga. Die neue Mine ist somit ein wichtiger Baustein für die bestätigten Ziele.
Kosten und Verkaufspreise drücken den Cashflow
Die wirtschaftliche Entwicklung fiel schwächer aus als im Vorquartal. Die nachhaltigen Gesamtkosten, kurz AISC, stiegen auf 2.035 US-Dollar je Unze nach zuvor 1.941 US-Dollar. Zugleich sank der durchschnittlich realisierte Verkaufspreis auf 3.881 US-Dollar je Unze.
Damit wirkten mehrere Belastungen gleichzeitig: Perseus förderte und verkaufte weniger Gold, erzielte niedrigere Preise und musste höhere Stückkosten tragen. Die übertroffene Produktionsplanung allein reicht deshalb nicht aus, um das Quartal wirtschaftlich einzuordnen.
Der rechnerische operative Cashflow sank auf 171 Mio. US-Dollar nach 216 Mio. US-Dollar im Vorquartal. Die durchschnittliche Cash-Marge lag bei 1.846 US-Dollar je Unze.
Für Anleger liegt hier die zentrale Einschränkung der bestätigten Jahresziele. Eine planmäßige Fördermenge schützt nicht automatisch vor Margendruck. Neben dem Produktionshochlauf kommt es daher auf die Entwicklung der Kosten und der tatsächlich erzielten Goldpreise an.
Die AISC-Prognose für das Geschäftsjahr 2027 bleibt bei 1.835–2.070 US-Dollar je Unze. Sie beruht auf einem angenommenen Goldpreis von 4.000 US-Dollar je Unze. Diese Annahme ist Teil der Planung und kein zugesicherter Verkaufspreis.
Nyanzaga als nächster operativer Prüfstein
Das Projekt Nyanzaga war zum Quartalsende zu 88,4% fertiggestellt. Perseus plant die erste Goldproduktion für Januar 2027. In den ersten Betriebsmonaten soll die Mine rund 55.000 Unzen zur Förderung beitragen; diese Erwartung kann noch angepasst werden.
Entscheidend ist damit nicht allein der Baustand. Der geplante Produktionsbeginn muss auch in einen erfolgreichen Hochlauf münden. Erst dann wird aus dem weit fortgeschrittenen Bauprojekt ein zusätzlicher operativer Beitrag.
Finanziell verfügt Perseus dafür über einen erheblichen Puffer. Zum Quartalsende hielt das Unternehmen 900 Mio. US-Dollar an Barmitteln und Goldbarren sowie 338 Mio. US-Dollar an liquiden börsennotierten Wertpapieren. Perseus war schuldenfrei.
Die bestätigte Prognose steht somit auf einer soliden finanziellen Grundlage. Operativ bleibt die Aufgabe anspruchsvoller: Nyanzaga soll zusätzliche Mengen liefern, während die bestehenden Minen mit höheren Stückkosten kämpfen. Der geplante Produktionsstart ist deshalb der nächste wichtige Prüfstein für den Wachstumskurs.
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