Der Goldproduzent Perseus Mining hat für das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr 2026 ein deutliches Plus bei Umsatz und Ergebnis ausgewiesen. Neben dem operativen Erfolg kündigte das Management eine massive Ausweitung der Kapitalrückführungen an die Aktionäre an. Die Kombination aus gestiegenen Goldpreisen und stabilen Produktionsmengen ermöglichte es dem Unternehmen, seine Liquiditätsposition signifikant zu stärken.
Starke Bilanz und hohe Cash-Margen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Perseus Mining einen Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 16 Prozent auf 860 Millionen US-Dollar. Besonders deutlich fiel der Anstieg beim Gewinn vor Steuern aus, der um 27 Prozent auf 716 Millionen US-Dollar zulegte.
Diese Entwicklung stützte sich auf eine Goldproduktion von 405.000 Unzen. Während die Produktionskosten (AISC) bei 1.750 Australischen Dollar pro Unze lagen, konnte das Unternehmen im Durchschnitt einen Goldpreis von 3.693 Australischen Dollar realisieren.
Daraus ergab sich eine Cash-Marge von 1.943 Australischen Dollar je verkaufter Unze. Zum Bilanzstichtag präsentierte sich Perseus Mining schuldenfrei und verfügte über eine Netto-Cash-Position von mehr als einer Milliarde US-Dollar sowie eine Gesamtliquidität von 1,4 Milliarden US-Dollar.
Ausbau der Aktionärsrendite und Projektfortschritte
Angesichts der starken Cashflows hat der Vorstand die Dividende für das Gesamtjahr um 87 Prozent auf 0,14 Australische Dollar pro Aktie angehoben. Diese setzt sich aus der bereits gezahlten Zwischendividende und einer nun beschlossenen Schlussdividende von 0,09 Australischen Dollar zusammen. Parallel dazu wurde das Volumen des Aktienrückkaufprogramms auf 350 Millionen Australische Dollar aufgestockt.
Für das kommende Geschäftsjahr 2027 plant das Unternehmen mit einer Produktionssteigerung auf eine Spanne von 420.000 bis 480.000 Unzen Gold. Ein wesentlicher Treiber für das künftige Wachstum ist das Nyanzaga-Projekt, das sich laut Unternehmensangaben zu 67 Prozent in der Fertigstellung befindet.
Die erste Goldproduktion an diesem Standort wird für Januar 2027 erwartet. Für die Kosten im neuen Geschäftsjahr gibt Perseus eine Prognose von 1.835 bis 2.070 US-Dollar pro Unze (AISC) aus.
Marktstimmung und Bewertung der Analysten
An der Börse wurde das Zahlenwerk insgesamt positiv aufgenommen, auch wenn der Gewinn je Aktie von 0,30 US-Dollar die Konsensschätzungen der Analysten um 10 Prozent verfehlte. Dennoch konnte die Aktie in den vergangenen 30 Tagen eine Rendite von 37 Prozent erzielen.
Gestern notierte das Papier mit einem Abschlag von 2,7 Prozent bei 3,98 Euro, womit der Titel knapp 5,7 Prozent unter seinem aktuellen 52-Wochen-Hoch liegt.
Die Einschätzungen zum fairen Wert der Aktie gehen in den Analysehäusern derzeit auseinander. Während Berichte von Simply Wall St auf Kursziele in einer Spanne von 3,20 bis 7,70 Australischen Dollar verweisen, liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei 6,35 Australischen Dollar.
Experten heben hervor, dass die jüngste Aufwertung der Goldressourcen und Reserven das Vertrauen in die künftige Lebensdauer der Projekte stärke. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnen Marktbeobachter im Konsens mit einem Umsatzanstieg auf 1,87 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von rund 26 Prozent entsprechen würde.
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