Der Aufschlag ist weg, und zwar sofort. Perpetual-Aktien brechen um gut 15 Prozent ein, nachdem der Verwaltungsrat das nach eigener Darstellung finale Übernahmeangebot von EQT AB abgelehnt hat. Was Monate lang als Kursstütze diente, löst sich an einem einzigen Handelstag in Luft auf.
Board bleibt hart
Die schwedische Beteiligungsgesellschaft hatte über ihre Tochter Windflower Pte Limited 22,50 australische Dollar je Aktie geboten. EQT versuchte sogar noch nachzulegen: Perpetual sollte für das Halbjahr bis Dezember 2026 eine Zwischendividende von bis zu 0,60 australischen Dollar je Aktie ausschütten dürfen, ohne dass sich der Angebotspreis dadurch verringert hätte. Rechnerisch hätten Aktionäre damit bis zu 23,10 australische Dollar pro Anteil erhalten können.
Der Vorstand blieb dennoch ablehnend. Begründung: Das überarbeitete Angebot unterschätze weiterhin den Unternehmenswert, zudem berge die Angebotsstruktur ein aus Sicht des Boards nicht akzeptables Ausführungsrisiko. Perpetual erklärte sämtliche Gespräche mit EQT für beendet.
Kurs fällt auf altes Niveau zurück
Mit dem Ende der Übernahmefantasie fällt der Kurs auf 16,64 australische Dollar zurück und nähert sich damit wieder dem 52-Wochen-Tief von 15,10 australischen Dollar. Der breite Markt bot am Montag kaum Halt – der ASX 200 bewegte sich seitwärts, während der Finanzdienstleister allein für einen der größten Tagesverlierer sorgte.
Damit ist die monatelange Spekulation um einen Verkauf des Unternehmens vorerst beendet. Der Markt muss Perpetual nun wieder ohne Übernahmeprämie bewerten – ein Bewertungsschritt, den die Aktie am Montag in einer einzigen Sitzung nachvollzogen hat.
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