Der französische Spirituosenriese Pernod Ricard steht an einem Wendepunkt. Nach einem enttäuschenden Jahresauftakt mit einem deutlichen Umsatzrückgang setzt der Konzern nun auf eine doppelte Strategie: innovative Produkte sollen das Wachstum neu entfachen, während ein striktes Sparprogramm die Margen stützen soll. Die kommenden Halbjahreszahlen werden zeigen, ob der Plan aufgeht.
Die Fakten im Überblick
Der Konzern navigiert durch eine herausfordernde Phase, getrieben von zwei zentralen Säulen:
- Produktinnovation: Im Februar startet die globale Einführung von „Absolut Tabasco“, einer Kooperation mit der McIlhenny Company. Ziel ist es, von der wachsenden Nachfrage nach würzigen Geschmacksprofilen zu profitieren.
- Kostenkontrolle: Ein umfassendes Effizienzprogramm soll bis 2029 Einsparungen in Höhe von einer Milliarde Euro generieren, um die operative Marge zu stabilisieren.
Diese Initiativen folgen auf eine schwache erste Hälfte des Geschäftsjahres 2026. Im ersten Quartal meldete Pernod Ricard einen organischen Umsatzrückgang von 7,6%. Besonders die Märkte China (-27%) und USA (-16%) belasteten die Bilanz, hauptsächlich aufgrund von Bestandsanpassungen und schwacher Nachfrage.
Fokus auf die Kernkompetenzen
Die aktuelle Strategie markiert eine klare Fokussierung. Nach dem Verkauf des internationalen Weinportfolios im Jahr 2025 konzentriert sich Pernod Ricard nun voll auf die profitablen Kernbereiche Spirituosen und Ready-to-Drink-Produkte (RTDs). Die Einführung von „Absolut Tabasco“ ist ein gezielter Schritt, um in diesem Segment zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.
Die Erwartungen des Managements für die zweite Jahreshälfte sind vorsichtig optimistisch. Man rechnet mit einer schrittweisen Erholung, angetrieben durch eine Normalisierung der Lagerbestände in Nordamerika und einer Belebung des Cognac-Geschäfts an chinesischen Flughäfen.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 74 Euro und hat sich in den letzten 30 Tagen leicht erholt, bleibt aber auf Jahressicht mit einem Minus von über 30% deutlich unter Druck. Alle Augen sind nun auf die Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse am 19. Februar 2026 gerichtet. Sie werden den ersten konkreten Hinweis liefern, ob die eingeleiteten Maßnahmen greifen.
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