Die Aktie von Pernod Ricard startet die neue Woche unter Beobachtung. Zwei Analystenhäuser haben am Freitag ihre Einschätzungen zum französischen Spirituosenkonzern aktualisiert und verweisen auf anhaltende Herausforderungen in den Schlüsselmärkten USA und China. Parallel kündigte die Tochter Irish Distillers Preiserhöhungen für Teile ihres Portfolios an – ein Schritt, der die Margen stützen soll.
Analysten sehen weiterhin schwieriges Umfeld
Die US-Investmentbank JP Morgan hob in ihrer Bewertung die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen hervor. Insbesondere die schleppende Konsumerholung in China und Lagerbereinigungen in Nordamerika belasten die kurzfristige Umsatzentwicklung. Auch die Privatbank Berenberg passte ihre Einschätzung an und reagierte damit auf den bereits gemeldeten Druck auf die organischen Wachstumsraten. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres war der organische Umsatz um 7,6 Prozent gesunken, wobei China mit einem Minus von 27 Prozent besonders negativ auffiel.
Pernod Ricard SA Aktie Chart
Preiserhöhungen als Antwort auf Kostendruck
Als Reaktion auf das dynamische Kostenumfeld hat die Konzerntochter Irish Distillers, zu der Marken wie Jameson gehören, Preiserhöhungen für Teile ihres Portfolios angekündigt. Diese treten am 22. Februar in Kraft und sind die erste signifikante Anpassung seit August 2023. Das Management begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, die operativen Margen zu sichern. Dieser Move folgt ähnlichen Ankündigungen des Wettbewerbers Diageo und spiegelt einen Branchentrend wider, sinkende Absatzmengen durch eine gezielte Premium- und Preispolitik auszugleichen.
Die Herausforderungen für Pernod Ricard sind vielfältig. Neben den makroökonomischen Belastungen in wichtigen Märkten verändert ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein in Europa und Nordamerika strukturell die Nachfrage nach Spirituosen. Zudem musste der Konzern im Markenschutz Rückschläge hinnehmen, wie eine abgewiesene Beschwerde gegen einen Wettbewerber in Indien zeigte.
Der nächste wichtige Meilenstein sind die Halbjahreszahlen am 19. Februar. Der Markt wird hier genau prüfen, ob sich Anzeichen für die vom Management prognostizierte Erholung in der zweiten Jahreshälfte abzeichnen. Die Aktie bewegte sich zuletzt volatil um die psychologisch wichtige Marke von 75 Euro. Ob die angekündigten Preismaßnahmen ausreichen, um eine nachhaltige Stabilisierung zu bewirken, wird sich an den kommenden Umsatz- und Margenzahlen zeigen müssen.
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