Acht neue Partner an einem Tag, ein CEO, der von beschleunigtem Deal-Tempo spricht, und trotzdem ein Umsatzminus von 17 Prozent im ersten Halbjahr — bei Perella Weinberg Partners passen die Signale gerade nicht recht zusammen. Die Investmentbank hat heute ihre Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt, und das Bild ist gespalten zwischen kurzfristiger Stabilisierung und einem schwierigen Jahresauftakt.
Quartalszahlen zeigen leichte Erholung
Im zweiten Quartal erzielte Perella Weinberg einen Umsatz von 156,5 Millionen Dollar, ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Getragen wurde das Wachstum von mehr gebührenzahlenden Kunden und einem stärkeren M&A-Beitrag, während das Geschäft mit Finanzierungs- und Kapitallösungen schwächer lief. Das bereinigte Vorsteuerergebnis lag bei 27 Millionen Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie bei 0,20 Dollar.
Für das erste Halbjahr insgesamt fällt die Bilanz deutlich verhaltener aus: Die Erlöse sanken auf 305,4 Millionen Dollar, ein Rückgang von 17 Prozent. Grund dafür waren weniger große Gebührenabschlüsse als im Vorjahr, als mehrere umfangreiche Transaktionen das Ergebnis nach oben gezogen hatten. Unter dem Strich stand nach GAAP ein Vorsteuerverlust von 5 Millionen Dollar für die ersten sechs Monate.
Parallel zu den Zahlen hat das Unternehmen im zweiten Quartal Stellen abgebaut, um Ressourcen auf stärker performende Geschäftsbereiche zu konzentrieren — begleitet von Abfindungs- und Übergangskosten, die das GAAP-Ergebnis belasteten. Die bereinigte Vergütungsquote sank im Jahresverlauf auf 71 Prozent, nach 79 Prozent im ersten Quartal.
Personaloffensive und anstehende Übernahme
Während die Zahlen gemischt ausfallen, baut Perella Weinberg sein Beraterteam sichtbar aus. Acht Managing Directors wurden heute zu Partnern befördert, mit Schwerpunkten von Finanzdienstleistungen über Industrials bis Healthcare und Standorten in New York, London und München. Seit Jahresbeginn kamen damit zehn neue Partner und elf Managing Directors hinzu, sechs weitere Partner und drei zusätzliche Managing Directors sollen in den kommenden Monaten folgen.
CEO Andrew Bednar sprach von einer Beschleunigung bei angekündigten Transaktionen und einem Auftragsbestand, der über dem Niveau des Vorjahres liege. Die für das dritte Quartal 2026 geplante Übernahme von Gleacher Shacklock soll die Plattform weiter stärken.
Bilanziell steht das Unternehmen solide da: 116 Millionen Dollar Cash bei fehlender Verschuldung. Seit Jahresbeginn wurden mehr als zwei Millionen Aktien zurückgekauft und insgesamt 73 Millionen Dollar an die Anteilseigner zurückgegeben. Der Vorstand hat zudem eine Quartalsdividende von 0,07 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 10. September 2026 an Aktionäre, die am 28. August 2026 im Register stehen.
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