PepsiCo notiert aktuell bei 118,30 Euro und damit nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 116,72 Euro, das der Konzern Anfang Januar markiert hatte. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 3,5 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht liegt die Aktie ein Prozent im Minus. Zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt der Rückstand 7,2 Prozent – ein Zeichen dafür, dass der übergeordnete Trend seit Monaten nach unten zeigt.
Ein akuter Auslöser für Kursbewegungen fehlt derzeit. Der Getränke- und Snackkonzern befindet sich in einer nachrichtenarmen Phase zwischen zwei fest terminierten Ereignissen: der jüngsten Dividendenausschüttung und den anstehenden Quartalszahlen.
Dividende gezahlt, nächster Termin fest im Blick
Aktionäre mit Stichtag zum 4. September erhalten eine Quartalsdividende von 1,48 US-Dollar je Aktie, ausgezahlt wird sie am 30. September. Die Erhöhung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreswert hatte PepsiCo bereits im Juli beschlossen, als der Vorstand die annualisierte Dividende von 5,69 auf 5,92 US-Dollar je Aktie anhob.
Für ein Unternehmen, das traditionell auf stabile Ausschüttungen setzt, ist das ein Signal an einkommensorientierte Anleger – auch wenn es die operative Wachstumsdiskussion nicht ersetzt.
Im Kalender steht bereits der nächste wichtige Termin: Am 8. Oktober will PepsiCo seine Zahlen zum dritten Quartal 2026 vorlegen, die Bekanntgabe ist für rund sechs Uhr morgens amerikanischer Ostküstenzeit angesetzt. Im Anschluss ist eine Analysten-Fragerunde mit Vorstandschef Ramon Laguarta und Finanzchef Steve Schmitt geplant. Der Bericht wird das laufende, am 5. September endende Quartal abdecken.
Blick zurück aufs zweite Quartal als Referenzpunkt
Die zuletzt vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal fielen gemischt aus: Der Umsatz übertraf mit 24,18 Milliarden US-Dollar die Erwartungen von 23,95 Milliarden, das bereinigte Ergebnis je Aktie verfehlte mit 2,20 US-Dollar knapp die Konsensschätzung von 2,21 US-Dollar. Das organische Umsatzwachstum lag bei 2,4 Prozent.
Belastend wirkten Schwächen im nordamerikanischen Lebensmittel- und Getränkegeschäft, während internationale Märkte robuster abschnitten. Der Konzern hatte damals seine Jahresprognose bestätigt – ob diese Einschätzung angesichts der seither verstrichenen Zeit weiter Bestand hat, dürfte sich erst mit den Oktoberzahlen zeigen.
Nachhaltigkeitsbericht als Nebenschauplatz
Abseits der Finanzkennzahlen veröffentlichte PepsiCo Mitte August seinen ESG-Report für 2025. Demnach hat der Konzern regenerative und schützende Anbaupraktiken auf 4,7 Millionen Acres ausgeweitet und deckt inzwischen 96 Prozent seines globalen Strombedarfs für eigene Standorte aus erneuerbaren Quellen.
Für die Aktie dürfte dies kurzfristig kein Kurstreiber sein, es unterstreicht aber die langfristige Positionierung im Rahmen der eigenen „pep+“-Nachhaltigkeitsziele bis 2030.
Technisches Bild bleibt angeschlagen
Der Relative-Stärke-Index von 43 signalisiert weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation, deutet aber auf fehlende Kaufdynamik hin. Mit einem Abstand von 1,9 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und einer moderaten Volatilität von 15 Prozent auf Jahressicht bewegt sich die Aktie in ruhigen, aber trendschwachen Bahnen.
Anleger dürften den Blick nun auf den 8. Oktober richten, wenn die Quartalszahlen zeigen müssen, ob sich die Schwäche im nordamerikanischen Geschäft fortsetzt oder erste Stabilisierungssignale erkennbar werden.
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