Analysten blicken mit zunehmender Skepsis auf den bevorstehenden Zwischenbericht von PepsiCo. Am gestrigen Freitag passte die Schweizer Großbank UBS ihre Prognosen an und senkte das Kursziel für den US-Getränke- und Snackkonzern von 159 auf 145 Dollar. Die Einstufung beließ Analyst Peter Grom zwar auf Buy, verwies jedoch auf anhaltende operative Hürden vor den anstehenden Zahlen zum dritten Quartal.
Im Handel spiegelte sich die Zurückhaltung der Investoren zuletzt deutlich wider. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 111,78 Euro. Damit liegt der Kurs nur noch 0,6 Prozent über dem am selben Tag markierten 52-Wochen-Tief von 111,14 Euro.
Kostendruck und verhaltene Nachfrage in Nordamerika
Die Schweizer Großbank rechnet für das dritte Quartal mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,28 Dollar. Diese Schätzung liegt unter den durchschnittlichen Markterwartungen von 2,30 Dollar. Zudem geht das Institut davon aus, dass PepsiCo die Prognose für das Gesamtjahr lediglich am unteren Ende der Spanne bestätigen dürfte.
Als Ursachen gelten der schleppende Fortschritt im nordamerikanischen Geschäft sowie anhaltender Kostendruck, wobei die jüngste Kursschwäche nach Ansicht der Bank bereits wesentliche Risiken widerspiegelt.
Mit dieser vorsichtigeren Einschätzung steht die Bank nicht allein da. Am Donnerstag reduzierte auch das Analysehaus Barclays den fairen Wert für die Aktie von 142 auf 133 Dollar und behielt die Einstufung mit Equal-Weight bei. Mehrere Häuser passten ihre Kursziele in den vergangenen Tagen nach unten an, was die wachsende Vorsicht vor den anstehenden Quartalsergebnissen unterstreicht.
Strategische Preisanpassungen nach Rabattaktionen
Hinter den gedämpften Erwartungen stehen fundamentale Herausforderungen im Kernmarkt. Vor gut einer Woche kündigte PepsiCo an, die Preise für bestimmte Knabberartikel um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz anzuheben, um den gestiegenen Rohstoffkosten und einer schwachen US-Nachfrage zu begegnen. Vorangegangene Preissenkungen hatten zuvor nicht den erhofften Impuls gebracht, um das Absatzvolumen wieder nachhaltig zu beleben.
Ein Sprecher des Konzerns bestätigte gegenüber Reuters, dass diese Preiserhöhungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich bis Ende 2026 oder Anfang 2027 auf ausgewählte Chips, Limonaden und Dips ausgeweitet werden sollen. Die kommenden Geschäftszahlen werden zeigen müssen, inwieweit diese Maßnahmen die Profitabilität stützen können, ohne die Nachfrage weiter zu dämpfen.
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