PepsiCo verliert nach rund vier Jahrzehnten die Getränkepartnerschaft mit KFC in den USA. Die Restaurantkette vereinbarte gestern einen Wechsel zu Coca-Cola, wie Reuters berichtet. Für PepsiCo bedeutet das den Verlust eines langjährigen Absatzkanals im nordamerikanischen Geschäft. Die Zusammenarbeit mit KFC außerhalb der USA und mit Taco Bell bleibt dagegen bestehen.
Umstellung beginnt im Januar
Coca-Cola-Produkte sollen ab Januar 2027 in den amerikanischen KFC-Restaurants eingeführt werden. Bis Frühjahr 2027 ist die vollständige Verfügbarkeit vorgesehen. Nach Angaben von Reuters umfasst das US-Netz von KFC 3.718 Standorte.
Der Wechsel betrifft damit nicht nur einzelne Restaurants, sondern die gesamte amerikanische Kette. Für PepsiCo entfällt künftig die bisherige Position als exklusiver Getränkepartner. Der angekündigte Zeitplan sieht allerdings eine schrittweise Umstellung vor und keinen sofortigen Austausch des Angebots.
KFC begründet die Entscheidung mit einer größeren Getränkeauswahl, veränderten Kundenpräferenzen und der Verbindung von Speisen und Getränken. Der neue Partner soll damit auch zur Comeback-Strategie der Restaurantkette beitragen. Die Entscheidung reicht aus Sicht von KFC folglich über einen bloßen Lieferantenwechsel hinaus.
Internationale Partnerschaft bleibt erhalten
Die Trennung ist auf das US-Geschäft begrenzt. PepsiCo bleibt laut Reuters Getränkepartner von KFC International. Auch die Zusammenarbeit mit Taco Bell läuft weiter; der entsprechende Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren.
Für Anleger ist diese Abgrenzung wesentlich: Der Verlust der amerikanischen KFC-Restaurants bedeutet keinen vollständigen Bruch mit den Restaurantmarken. Zugleich kann das fortbestehende internationale Geschäft den konkreten Verlust des US-Absatzkanals nicht ungeschehen machen. Beide Entwicklungen müssen getrennt bewertet werden.
Die Verbindung zwischen PepsiCo und KFC hat zudem eine lange Unternehmensgeschichte. PepsiCo übernahm KFC 1986. Mit der Abspaltung entstand 1997 Yum Brands. Der angekündigte Wechsel beendet damit eine Getränkebeziehung, deren Wurzeln in der früheren gemeinsamen Konzernstruktur liegen.
Zusätzliche Belastung für Nordamerika
Die Nachricht trifft PepsiCo in einer Phase, in der die Erholung des nordamerikanischen Geschäfts länger dauert als geplant. Das Unternehmen hatte am 8. Oktober erklärt, dass die Verbesserung bei PepsiCo Foods North America mehr Zeit benötigt.
Der KFC-Verlust betrifft zwar das Getränkegeschäft und nicht diese Lebensmittelsparte. Für Anleger ergänzt er aber das Bild einer schwierigen Entwicklung in Nordamerika. Die Aktie verlor gestern -1,2%; daraus lässt sich der Einfluss der KFC-Entscheidung allein nicht ableiten.
Entscheidend ist die Reichweite des Einschnitts: PepsiCo verliert einen traditionsreichen US-Partner, behält jedoch wichtige andere Restaurantbeziehungen. Der angekündigte Wechsel belastet somit einen klar abgegrenzten Absatzkanal, nicht das gesamte Restaurantgeschäft.
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