Kehrtwende bei den Produktpreisen
Am Donnerstag wurde bekannt, dass PepsiCo bei ausgewählten Produkten eine Kehrtwende vollzieht. Der Konzern plant Preiserhöhungen bei bestimmten Chips, Dips und Erfrischungsgetränken. Zuvor hatten vorgenommene Preissenkungen nicht den erhofften Absatzzuwachs gebracht. Die Aktie beendete die Handelswoche am Freitag bei einem Schlusskurs von 112,64 €. Über die vergangenen sieben Tage verzeichnete das Papier ein Minus von 0,2 %.
Laut Berichten von Bloomberg und Reuters sollen die Preise für bestimmte Knabberartikel im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. Diese Anpassungen sind für Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen. Nach Angaben des Konzerns sollen die neuen Preise für Chips jedoch weiterhin unter dem Niveau liegen, das vor den vorangegangenen Senkungen galt.
Der Schritt verdeutlicht das Dilemma des Konsumgüterherstellers. Die Konsumenten reagieren empfindlich auf höhere Ausgaben, während frühere Rabatte das Absatzvolumen kaum beleben konnten. PepsiCo versucht nun, die Erträge vorsichtig zu stabilisieren, ohne Kunden weiter zu verunsichern.
Analysten dämpfen Erwartungen für Nordamerika
Die anhaltende Kaufzurückhaltung im Heimatmarkt hinterlässt auch bei Experten Spuren. Analysten verweisen auf anhaltende Herausforderungen bei der nordamerikanischen Nachfrage. Diese könnten eine Erholung im zweiten Halbjahr 2026 erschweren.
Zusätzlicher Anpassungsdruck zeigt sich in der operativen Struktur. Vor gut einer Woche kündigte PepsiCo an, den Abfüll- und Lagerbetrieb am Standort Cheverly im Bundesstaat Maryland zu beenden. Davon sind 143 Beschäftigte betroffen, darunter 98 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter.
Verstärkung im Aufsichtsgremium
Parallel zu den operativen Weichenstellungen setzt der Konzern auf neue Impulse in der Führungsebene. Wie das Unternehmen am 17. September mitteilte, wurde Joaquin Duato mit Wirkung zum 1. Dezember 2026 in das Führungsgremium gewählt. Der amtierende Vorstandschef von Johnson & Johnson wird künftig als unabhängiges Mitglied auch dem Prüfungsausschuss angehören.
Am Markt wird beobachtet, wie sich die Rückkehr zu Preiserhöhungen auf die künftige Ertragslage auswirkt. Der Schlusskurs vom Freitag lag mit 1,2 % nur knapp über dem 52-Wochen-Tief.
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