Barclays hat am Montag das Kursziel für PepsiCo von 133 $ auf 126 $ gesenkt. Analystin Lauren Lieberman behielt ihre Empfehlung einer neutralen Gewichtung bei. Damit setzt sich die vorsichtigere Bewertung der Aktie fort. Eine einheitliche Verkaufssicht ergibt sich daraus allerdings nicht: Eine andere Analystenaktion verband ein niedrigeres Kursziel sogar mit einer Hochstufung.
Unterschiedliche Empfehlungen, sinkende Ziele
Freedom Broker stufte PepsiCo am Samstag von Halten auf Kaufen hoch. Zugleich reduzierte das Haus sein Kursziel von 162 $ auf 147 $. Zur Begründung der Kaufempfehlung verwies es auf das Markenportfolio, die geografische Diversifizierung und die defensive Fähigkeit des Unternehmens, Zahlungsmittel zu erwirtschaften.
Die beiden Einschätzungen setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte. Barclays blieb bei einer neutralen Empfehlung. Freedom Broker gewichtete dagegen die genannten Stärken so hoch, dass es trotz der Zielsenkung zu einem Kaufurteil kam. Eine Hochstufung bedeutet hier also keine Anhebung der Kurserwartung.
Für Anleger ist diese Trennung wichtig. Das Anlageurteil und die Höhe des Kursziels senden nicht zwangsläufig dasselbe Signal. Gemeinsam ist beiden Aktionen die niedrigere Zielmarke. Unterschiedlich fällt die Antwort darauf aus, ob die Aktie dennoch attraktiv genug für eine Kaufempfehlung ist.
Gewinnprognose begrenzt den Optimismus
Den wirtschaftlichen Hintergrund liefert die vor gut einer Woche vorgelegte Quartalsbilanz. PepsiCo senkte dabei seine Prognose für das Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie bei konstanten Wechselkursen im Gesamtjahr 2026 auf 1 % bis 2 %.
Zuvor hatte das Unternehmen den unteren Rand seiner bisherigen Prognosespanne angepeilt. Die Erholung in Nordamerika dauerte nach Angaben des Managements länger als geplant. Das erklärt die Vorsicht gegenüber den Gewinnaussichten, auch wenn die Umsatzperspektive günstiger ausfiel.
Die bisherige Spanne für das Gewinnwachstum hatte 4 % bis 6 % betragen. Gleichzeitig hob PepsiCo den Ausblick für das Wachstum des Nettoumsatzes auf ungefähr 6 % an.
Höhere Umsatzerwartungen allein reichen damit nicht aus, um die schwächere Gewinnentwicklung aufzufangen. PepsiCo kündigte zusätzliche strukturelle Kostensenkungen an. Vorstandschef Ramon Laguarta erklärte, Doppelstrukturen und frei verfügbare Ausgaben angehen zu wollen. Ressourcen sollen stärker in Wachstum fließen.
Medienberichten zufolge plant PepsiCo außerdem Preiserhöhungen im einstelligen Prozentbereich für ausgewählte Snacks und Getränke. Dazu zählen Doritos, Ruffles, SunChips und bestimmte Limonaden.
Für die Bewertung zählt deshalb nicht nur das Umsatzwachstum: Entscheidend ist auch, ob Preise und Einsparungen die langsamere Erholung ausreichend ausgleichen können. Genau hier bleibt trotz der Kaufempfehlung von Freedom Broker ein wesentlicher Vorbehalt.
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