Ein Produktrückruf in den USA beschäftigt den Konsumgüterkonzern PepsiCo kurz vor der Veröffentlichung seiner nächsten Quartalszahlen. Die US-Lebensmittelüberwachungsbehörde FDA hat am Freitag einen freiwilligen Rückruf des Unternehmens offiziell als Klasse-II-Fall eingestuft. Betroffen sind 122.021 Kisten mit 28-Unzen-Flaschen des Sportgetränks Gatorade in den Sorten Lemon Lime, Lemon Lime Zero, Orange sowie Orange Zero.
Die betroffenen Chargen wurden über 37 US-Bundesstaaten hinweg ausgeliefert. Nach Angaben der Behörde enthielten die Getränke die nicht deklarierten Farbstoffe Yellow No. 5 oder Yellow No. 6. Eine Einstufung als Klasse II bedeutet nach FDA-Kriterien, dass der Verzehr vorübergehende oder medizinisch reversible gesundheitliche Folgen haben kann. PepsiCo hatte die Rückrufaktion am 25. September eingeleitet.
Quartalsbilanz und operative Herausforderungen
Der behördliche Schritt fällt in eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit der Anleger. PepsiCo hat angekündigt, die Ergebnisse für das am 5. September beendete dritte Quartal 2026 am 8. Oktober vorzulegen. Die Veröffentlichung des Berichts und des Formulars 10-Q ist für etwa 6:00 Uhr EDT geplant.
Am Markt richtet sich der Blick vor allem darauf, wie sich die Nachfrage in Nordamerika entwickelt. Reuters und Bloomberg hatten über Überlegungen berichtet, wonach PepsiCo wegen des anhaltenden Inflationsdrucks Preiserhöhungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich bei einzelnen Chips-Sorten plane, nachdem es zuvor Preissenkungen von bis zu 15 Prozent gegeben hatte.
Ein Sprecher des Unternehmens hatte dabei betont, dass die neuen Preise für Chips unter dem Niveau vor den Senkungen bleiben würden. Bloomberg berichtete zudem über geplante Anhebungen bei einzelnen Dips und Limonaden gegen Ende 2026 oder Anfang 2027.
Nachhaltigkeit und Chartbild vor den Zahlen
Abseits des operativen Tagesgeschäfts engagiert sich der Konzern bei alternativen Verpackungslösungen. Am Freitag schloss sich PepsiCo gemeinsam mit Nestlé einem Konsortium von Konsumgüterherstellern an, das papierbasierte, flexible Verpackungen als Alternative zu herkömmlichem Plastik etablieren will.
An der Börse notierte das Papier am Montag zum Handelsschluss bei 111,96 Euro. Damit liegt die Aktie nur 0,9 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief. Die Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag dürfte zeigen, wie sich die Preispolitik und die Konsumstimmung zuletzt in den Erlösen niedergeschlagen haben.
PepsiCo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PepsiCo-Analyse vom 06. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten PepsiCo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PepsiCo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
