PepsiCo hat am 16. Oktober mit zwei Euro-Anleihen einen Nettoerlös von rund 994 Millionen € erzielt. Die Mittel sind für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen, darunter die Rückzahlung von Commercial Paper. Damit steht die Finanzierung im Mittelpunkt der jüngsten Unternehmensmeldung. Operativ belasten zugleich eine Produktionsbeschränkung in Indien und der Verlust der Getränkepartnerschaft mit KFC in den USA die Nachrichtenlage.
Zwei Laufzeiten für die Finanzierung
Die Ausgabe umfasst eine Tranche über 500 Millionen € mit einem Zinssatz von 3,750% und Fälligkeit 2029. Das geht aus der Pflichtmitteilung von PepsiCo hervor.
Mit den Anleihen beschafft sich das Unternehmen Mittel, die nicht ausschließlich für ein einzelnes Vorhaben bestimmt sind. Die ausdrücklich genannte Rückzahlung von Commercial Paper gehört zu den vorgesehenen Verwendungszwecken. Eine konkrete Investition steht damit nicht im Zentrum der Mitteilung.
Die zweite Tranche beläuft sich ebenfalls auf 500 Millionen €. Sie trägt einen Zinssatz von 4,250% und wird 2035 fällig.
Damit verteilt PepsiCo die Rückzahlung auf unterschiedliche Laufzeiten. Die längere Tranche weist zugleich den höheren Zinssatz auf. Für Anleger sind dies die wesentlichen Konditionen der Finanzierung, nicht eine Veränderung des operativen Geschäfts.
Produktionsbeschränkung bleibt ein Risiko
In Indien steht dagegen die Verfügbarkeit von Getränken im Vordergrund. Laut Reuters verweigerte das Delhi High Court PepsiCo am 15. Oktober erneut die Erlaubnis, die Herstellung von Getränken mit der Kennzeichnung „Energy Drink“ wieder aufzunehmen. PepsiCo erklärte vor Gericht, die fortdauernde Beschränkung könnte seine meistverkauften Produkte landesweit innerhalb von zwei Monaten ausverkaufen lassen.
Das ist eine Warnung des Unternehmens vor möglichen Lieferfolgen, kein bereits eingetretener landesweiter Ausverkauf. Die Finanzierungsmaßnahme ändert ihrerseits nichts an der gerichtlichen Beschränkung. Für das operative Risiko ist deshalb der weitere Verfahrensverlauf entscheidend.
Die nächste Anhörung ist für den 30. Oktober angesetzt. Dieser Termin bildet den nächsten konkreten Anker in dem Streit.
KFC-Wechsel betrifft das US-Geschäft
Zusätzlich berichtete Reuters am 15. Oktober über das Ende der langjährigen Getränkepartnerschaft zwischen KFC und PepsiCo in den USA. KFC hat Coca-Cola als neuen Partner verpflichtet. Dessen Produkte werden bis zum Frühjahr 2027 in den US-Restaurants erwartet.
Der Wechsel ist damit vereinbart, die Umstellung aber noch nicht als abgeschlossen beschrieben. Für Anleger ergibt sich ein gemischtes Bild: PepsiCo hat die Anleihefinanzierung vollzogen. Die damit beschafften Mittel beseitigen weder das Produktionshindernis in Indien noch den angekündigten Wechsel beim US-Restaurantpartner.
PepsiCo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PepsiCo-Analyse vom 22. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten PepsiCo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PepsiCo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
