Peoples Bancorp liefert im dritten Quartal ein gemischtes Bild: Beim Gewinn je Aktie übertrifft die Regionalbank die Schätzungen deutlich, beim Umsatz bleibt sie darunter. Parallel dazu hat der Vorstand die nächste Dividende beschlossen.
Gewinn über Konsens, Umsatz knapp darunter
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,04 Dollar, Analysten hatten mit 0,93 Dollar gerechnet. Der Umsatz erreichte 119,45 Millionen Dollar und verfehlte die Konsensschätzung von 123,43 Millionen Dollar.
Nach US-GAAP verdiente Peoples 32,6 Millionen Dollar, das sind 0,91 Dollar je verwässerter Aktie. Im Vorquartal waren es 0,78 Dollar, vor einem Jahr 0,83 Dollar. Einmalige Belastungen und Übernahmekosten drückten das Ergebnis um 0,13 Dollar je Aktie.
Zinsmarge zieht an
Treiber war vor allem das Kerngeschäft. Die Nettozinsmarge stieg auf 4,31 Prozent, nach 4,23 Prozent im zweiten Quartal. Höhere Erträge aus Krediten und Wertpapieren sorgten für den Anstieg. Der Zinsüberschuss legte um 1,1 Millionen Dollar auf 93,8 Millionen Dollar zu.
Auch die Risikovorsorge entlastete: Sie sank auf 3,6 Millionen Dollar, nach 4,7 Millionen Dollar im Vorquartal und 7,3 Millionen Dollar vor einem Jahr. Die Problemkredite gingen zurück, der Anteil notleidender Vermögenswerte fiel auf 0,54 Prozent der Kredite. Gegenläufig stiegen die klassifizierten Kredite um 21 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was auf Herabstufungen zurückgeht.
Das Kreditbuch wuchs nur leicht, mit 1 Prozent auf das Jahr hochgerechnet. Die Gebühreneinnahmen ohne Handelsgewinne und -verluste legten dagegen um 5 Prozent zu, getragen von Leasing und Vermögensverwaltung.
Zwei Zukäufe und stabile Dividende
Strategisch steht die Bank vor einem Umbau. Die Übernahme von Citizens National aus Kentucky ist mit rund 76,6 Millionen Dollar bewertet. Hinzu kommt der Kauf von Capital Bancorp aus Maryland, ein reiner Aktientausch über etwa 728,1 Millionen Dollar.
Die Integrationskosten schlagen bereits durch: Die Übernahmeaufwendungen betrugen im Quartal knapp 1,5 Millionen Dollar. Bei Capital stehen noch behördliche Genehmigungen und Zustimmungen der Aktionäre aus.
Zur Vorbereitung auf die Fusion verkaufte Peoples erneut Wertpapiere mit Verlust von 4,5 Millionen Dollar, um die Bilanzsumme unter 10 Milliarden Dollar zu halten.
Die Dividende bleibt unverändert. Der Vorstand hat 0,42 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 16. November 2026 an Aktionäre, die am 2. November im Register stehen. Auf Basis des Schlusskurses vom 16. Oktober ergibt das eine annualisierte Rendite von 4,58 Prozent. Die Ausschüttungsquote liegt bei 46,3 Prozent des Quartalsgewinns.
Die Aktie schloss zuletzt bei 36,47 Dollar. Auf Sicht von drei Monaten steht ein Minus von gut 8 Prozent, über zwölf Monate ein Plus von rund 25 Prozent. In den vergangenen 90 Tagen gab es sieben positive und keine negative Gewinnrevision. Der nächste Prüfstein ist der Antrag zur Capital-Fusion bei der SEC, den Peoples angekündigt hat.
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