David Marcus, ehemaliger Präsident von PayPal und heutiger Leiter von Lightspark, bewertet die Lage des Zahlungsdienstes nüchtern und kritisch.
Er erkennt an, dass PayPal weiterhin wertvolle Vermögenswerte besitzt. Venmo bleibt ein starkes Produkt. Die Marke beim Checkout-Prozess wirkt nach wie vor überzeugend. Umfangreiche Transaktionsdaten ermöglichen präzise Risikobewertungen und Kreditentscheidungen im E-Commerce.
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PayPal: Das sind die Probleme
Trotzdem warnt er eindringlich. Das PayPal leidet unter jahrelanger Fehlsteuerung. Das Management priorisierte finanzielle Optimierungen zu stark und vernachlässigte echte Produktinnovation. Dadurch verlor PayPal seinen früheren Vorsprung.
Der Marktanteil bei Checkout-Flüssen sinkt deutlich. Nutzer wechseln zu Konkurrenten wie Apple Pay oder Shop Pay, besonders im mobilen Bereich.
Das kann PayPal retten!
Marcus sieht dringenden Handlungsbedarf. Die verbleibende Zeit für eine erfolgreiche Wende schrumpft rapide. Nur fundamentale Veränderungen können PayPal retten. Oberflächliche Anpassungen reichen nicht aus. Frühere Übernahmen brachten oft wenig Nutzen und erschweren eine klare Neuausrichtung. Eine einfache Zerschlagung löst die Kernprobleme nicht.
Das müssen Anleger wissen!
PayPal verfügt über solides Potenzial, falls es Checkout-Prozesse zurückerobert. Neue Technologien wie Blockchain und Stablecoins eröffnen Chancen für globale, effiziente Zahlungen. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck massiv. Innovative Plattformen bedrohen die Position zunehmend.
Investoren beobachten das Management daher genau. Sie prüfen, ob tiefe Reformen gelingen. Die Governance erscheint problematisch. Nur eine klare, entschlossene Führung mit tiefem Zahlungs-Know-how kann das Ruder herumreißen.
Ohne schnelle und mutige Schritte droht weiterer Substanzverlust. Marcus betont: PayPal kann gerettet werden – aber die Uhr tickt laut. Anleger wägen Stärken gegen wachsende Risiken sorgfältig ab und handeln entsprechend informiert.
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