PayPal auf 52-Wochen-Tief: Darum droht der nächste Absturz!

PayPal stürzt weiter ab und erreicht neue Tiefstände. Trotz günstiger Bewertung wachsen die Zweifel, ob das Geschäftsmodell noch trägt.

Auf einen Blick:
  • PayPal: Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief bei 52 Dollar
  • Über 40 Prozent Kursverlust binnen eines Jahres
  • Margen sinken trotz steigender Gewinne
  • Konkurrenz durch Visa, Mastercard und neue Anbieter wächst
  • Analysten sehen weiteres Abwärtspotenzial

Die PayPal-Aktie steckt tief im Abwärtssog. Nun ist sie unter 55 Dollar auf ein neues 52-Wochen-Tief gerutscht und notiert bei knapp 52,30 Dollar. Innerhalb eines Jahres verlor die Aktie von PayPal schon über 40 Prozent. Allein in den letzten sechs Monaten ging es um knapp 25 Prozent nach unten. Anleger sind nervös. Die Stimmung ist angespannt. Die große Frage lautet: Was läuft hier schief?

PayPal Aktie Chart

PayPal: Probleme häufen sich

Der Kurssturz der Aktie kommt nicht aus dem Nichts. PayPal kämpft gleich an mehreren Fronten.

Der Onlinehandel wächst langsamer. Vor allem das wichtige Geschäft mit dem sogenannten Branded Checkout verliert an Dynamik.

Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck zu. Klassische Kartennetzwerke wie Visa und Mastercard gewinnen Marktanteile. PayPal gerät ins Hintertreffen.

PayPal: Fundamentaldaten

Fundamental sieht es nur auf den ersten Blick gut aus: KGV von 11, Gewinn um rund 800 Mio. Dollar auf 4,9 Mrd. Dollar gestiegen, die Nettogewinnmarge bei 15 Prozent, gegenüber 13 Prozent ein Jahr zuvor. Der Vorstand kauft zudem eigene Aktien zurück.

Doch: Die Bruttomarge fällt. Sie liegt nur noch bei 41,5 Prozent – der schlechteste Wert seit 10 Jahren. Die operativen Kosten liegen konstant bei über 80 Prozent, wobei ein Löwenanteil die Transaktionsgebühren sind, die PayPal an Banken und Kreditkartenanbieter abdrücken muss. PayPal erhöht seine Gewinne nur noch indem es die Gebühren für Händler erhöht.

Doch genau hier sehe ich eine Gefahr: Es drängen immer mehr Anbieter auf den Markt. Sie setzen PayPal zu. Die Gefahr ist real, dass die Wettbewerber PayPal die Kunden abnehmen.

PayPal: Analysten bleiben vorsichtig

Die Analysten bleiben vorsichtig. Morgan Stanley und Rothschild Redburn sehen weiteres Abwärtspotenzial und raten zum Verkauf. Ihre Kursziele liegen bei 50 Dollar.

Sie verweisen auf strukturelle Nachteile und schwache E-Commerce-Trends. BTIG bleibt neutral und erwartet gedämpfte Margen und geringeres Gewinnwachstum.

Andere Häuser wie Jefferies und Cantor Fitzgerald zeigen sich etwas zuversichtlicher. Sie setzen Kursziele von 60 Dollar und hoffen auf Wirkung der neuen Strategie.

PayPal ist eine Value-Falle!

Für Anleger heißt das: PayPal ist kein Selbstläufer mehr. Die Aktie wirkt günstig, bleibt aber riskant. PayPal ist eine klassische Value-Falle. Langfristig muss PayPal wachsen und sich gegen die immer stärker werdende Konkurrenz behaupten. Wer investiert ist, braucht diesen Glauben und die Geduld. Ich glaube nicht daran. Ich bleibe fern.

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