PayPal Aktie: Stripe und Advent stoppen Übernahme

Nach dem Rückzug von Stripe und Advent verliert PayPal die Übernahmefantasie. Analysten kürzen Kursziele, während Sparziele entscheidend werden.

Auf einen Blick:
  • Gebot über 53 Milliarden Dollar zurückgezogen
  • Mizuho und Loop Capital senken Kursziele
  • Management plant Einsparungen von 1,5 Milliarden Dollar
  • Charttechnisch drohen Kurse von 45 bis 47 Dollar

Nachdem die Gespräche über eine mögliche Milliardenübernahme durch Stripe und ein Konsortium um den Finanzinvestor Advent am Wochenende endgültig eingestellt wurden, rücken nun die fundamentalen Aussichten des Zahlungsdienstleisters in den Mittelpunkt.

Der Rückzug des Gebots über 53 Milliarden US-Dollar hat am Markt eine Neubewertung ausgelöst, da die Aktie damit ihr wichtigstes Kurs-Sicherheitsnetz verloren hat. Am Freitag brach das Papier bereits um 12 Prozent ein und ging bei 46,31 Euro aus dem Handel.

Kurszielsenkungen nach Rückzug von Stripe und Advent

Die Reaktion der Analystenhäuser auf das Ende der Verhandlungen fiel deutlich aus. Mizuho reduzierte das Kursziel für den Titel von 60 auf 51 US-Dollar. Parallel dazu senkte Loop Capital die Einschätzung von 62 auf 50 US-Dollar.

Die Experten reagieren damit auf den Wegfall der Übernahmeprämie, die zuvor in Höhe von 60,50 US-Dollar je Aktie im Raum gestanden hatte. Ohne diesen stützenden Faktor muss sich das Unternehmen nun wieder an seiner eigenständigen Performance messen lassen.

Die Skepsis rührt auch daher, dass die Aktionäre das Angebot Berichten zufolge zuvor abgelehnt hatten, woraufhin die potenziellen Käufer ihr Gebot zurückzogen. Damit lastet die Verantwortung für die künftige Wertsteigerung wieder vollständig auf der internen Strategie. Die Unternehmensführung steht nun unter verstärktem Druck, den angekündigten Turnaround aus eigener Kraft zu realisieren und das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

Sparziele und operative Kennzahlen als Fundament

Trotz der jüngsten Kursverluste verweist das Management auf eine solide operative Basis. Der Plan sieht Kosteneinsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar vor, um die Profitabilität zu steigern. Mit rund 440 Millionen aktiven Konten und einem Transaktionsvolumen von etwa 2 Billionen US-Dollar bleibt der Konzern eine feste Größe im globalen Zahlungsverkehr.

Anleger bewerten derzeit, ob das aktuelle Niveau eine Einstiegschance bietet oder ob es sich um eine Wertfalle handelt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt im niedrigen zweistelligen Bereich bei etwa 12, während die Dividendenrendite mit rund einem Prozent beziffert wird. Im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch von 70,78 Euro, das im Oktober vergangenen Jahres erreicht wurde, notiert der Wert inzwischen deutlich abgeschlagen.

Charttechnik signalisiert weitere Abwärtsrisiken

Aus technischer Sicht hat sich das Bild durch den jüngsten Kurssturz eingetrübt. Marktbeobachter sehen bei einem dauerhaften Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 50 US-Dollar die Gefahr weiterer Rücksetzer. Sollte diese Unterstützung nicht halten, könnten Notierungen im Bereich von 45 bis 47 US-Dollar angelaufen werden.

Obwohl die fundamentale Bewertung mit dem niedrigen KGV moderat erscheint, fehlen derzeit positive Impulse, die den Kurs kurzfristig stützen könnten. Die Neuausrichtung des Unternehmens und die Erreichung der Sparziele werden somit zu den entscheidenden Faktoren für die kommenden Quartale, um den massiven Abstand zu früheren Höchstständen zu verringern.

PayPal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PayPal-Analyse vom 30. August liefert die Antwort:

Die neusten PayPal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PayPal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

PayPal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)