PayPal treibt die praktische Nutzung digitaler Währungen im eigenen Konzernverbund voran. Am Donnerstag teilte das Unternehmen mit, dass über ein Pilotprojekt mit dem hauseigenen Stablecoin PYUSD interne Überweisungen im Volumen von mehr als $1 Milliarde abgewickelt wurden.
Der Transfer zwischen US-amerikanischen und internationalen Tochtergesellschaften über drei Kontinente hinweg dauerte dabei lediglich rund zwei Stunden. Über traditionelle Bankkanäle nehmen derartige Transaktionen üblicherweise mehrere Tage in Anspruch.
Nach Unternehmensangaben soll die Blockchain-Infrastruktur bestehende Bankverbindungen nicht ersetzen, sondern gezielt ergänzen. Das Verfahren dient vor allem dem internen Liquiditätsmanagement zwischen weltweit verteilten Einheiten. Mit dem Testlauf demonstriert der Zahlungsdienstleister, wie sich Abwicklungszeiten im grenzüberschreitenden Firmenzahlungsverkehr deutlich verkürzen lassen, ohne das etablierte Bankensystem zu umgehen.
Barclays senkt Kursziel vor Quartalszahlen
Trotz der technologischen Fortschritte im Zahlungsverkehr agieren Marktbeobachter mit Blick auf die Geschäftsentwicklung zurückhaltend. Gestern passte die britische Bank Barclays ihre Einschätzung an. In einer Vorschau auf das anstehende Zahlenwerk senkten die Analysten ihr Kursziel für das Papier von $57 auf $56. Die Einstufung beließ das Haus unverändert auf Equal Weight.
Konkrete Einblicke in die operative Verfassung erhalten Marktteilnehmer am 27. Oktober. Medienberichten zufolge legt der Konzern seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor Beginn des US-Handels vor. Der anstehende Bericht dürfte Aufschluss darüber geben, wie sich die Transaktionsvolumina und die Ertragskraft im Kerngeschäft behaupten.
An den europäischen Handelsplätzen beendete die Aktie den Handel am Freitag bei 49,56 €. Dies entspricht einem leichten Tagesgewinn von 1,0 %. Damit setzt das Papier seine schrittweise Stabilisierung im Vorfeld der Quartalszahlen fort.
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