Es wäre einer der größten Leveraged Buyouts der Geschichte geworden. Mehr als 50 Milliarden Dollar hatten Advent und Stripe auf den Tisch gelegt, um PayPal zu übernehmen. Nun ist das vorbei. Das Konsortium hat seine Offerte zurückgezogen, wie Bloomberg berichtet. Einfach so. Kein Deal, kein Nachschlag, keine weiteren Verhandlungen.
Vom Pandemie-Liebling zum Übernahmekandidaten
Wer sich erinnert, wie PayPal im Jahr 2021 aussah, reibt sich die Augen. Rund 360 Milliarden Dollar Börsenwert, das Unternehmen galt als unangreifbar. Heute redet man über eine Offerte, die weniger als ein Siebtel davon wert ist. Apple Pay, Google Pay, Block, Stripe selbst, die Konkurrenz kam von überall, und PayPal hat zu lange gewartet, um zu reagieren.
Block war schon früher raus
Interessantes Detail am Rande: Block, das Unternehmen von Jack Dorsey, war ursprünglich Teil des Konsortiums, als Advent und Stripe PayPal im April erstmals kontaktierten. Dann stieg Block aus, bevor die eigentliche Offerte eingereicht wurde. Man fragt sich, was Dorsey gesehen hat, das die anderen nicht sehen wollten. Oder wollten.
Was nun?
PayPal-Chef Alex Chriss hat einen Turnaround versprochen. Das Management versucht, das Unternehmen neu zu erfinden, während das Wachstum stockt und die Konkurrenz nicht schläft. Ob das gelingt ohne den Druck eines neuen Eigentümers, der echtes Geld im Spiel hat, ist eine andere Frage. 50 Milliarden Dollar wären jedenfalls kein schlechter Anfang gewesen. Jetzt muss PayPal es allein richten.
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