Das erhoffte Comeback von PayPal bleibt schon seit einer Weile aus und die Analysten sind gegenüber dem Zahlungsdienstleister skeptischer geworden. Nun droht auch noch auf dem wichtigen europäischen Sektor Ungemach. Experten sehen die Möglichkeit dafür, dass es in Zukunft bedeutende Marktverschiebungen geben könnte.
Die Alternativen zu PayPal stehen bereits in den Startlöchern. Mit Wero bewerben Banken und Sparkassen schon seit einer Weile einen Anbieter, der für sie selbst aufgrund geringerer Gebühren Vorteile mit sich bringt. Solche und andere Angebote wurden lange Zeit belächelt. Doch es scheint etwas in Bewegung zu kommen in Europa.
Die USA machen sich unbeliebt
Besonders seit den heftigen Drohungen der Trump-Administration zu einer möglichen Annexion von Grönland hat das Image der USA in Europa weiter gelitten. Zwar wurde die wahnwitzige Idee (vorerst?) wieder verworfen. Die Europäer könnten sich aber nachtragend zeigen und im Alltag stärker darauf achten, lokale Anbieter zu unterstützen.
PayPal als US-Unternehmen wäre in einem solchen Szenario der klare Verlierer. Nun wird es nicht über Nacht zu massenhaften Nutzerverschiebungen kommen. Doch ein spürbarer Wachstumstrend bei Wero, Klarna und anderen könnte das Unternehmen genügend unter Druck setzen, um die aktuell noch recht hohe Gebührenstruktur ins Wanken zu bringen. Das wiederum würde schon ausreichen, um den Aktienkurs noch weiter ins Wanken zu bringen.
PayPal Aktie Chart
PayPal ist nicht unantastbar
Besonders in Deutschland hat PayPal noch eine sehr starke Stellung und allein aus Gewohnheit werden viele Nutzer dem Dienst wahrscheinlich noch viele Jahre lang treu bleiben. Ausruhen kann das Unternehmen sich darauf allerdings nicht. Denn um an der Börse punkten zu können, sind Wachstum und steigende Margen gefragt. Mit beidem kann PayPal schon seit einer Weile nicht mehr in einem Umfang dienen, der unter Aktionären gefragt wäre.
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